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13.11.2014

15:00 Uhr

Klimapolitik

Prinzip Hoffnung im Klimadeal

VonFrank Sieren

Als erste Verursacher des Klimawandels haben sich die USA und China zwar nun endlich auf einen Klimadeal geeinigt, doch der bleibt vage. Es lässt sich kaum vorhersagen, wie hoch der Schadstoffausstoß im boomenden China sein wird.

Stoppt Klimaverschmutzung: Die USA und China haben weltweit die höchsten CO2-Emmissionen. Der Klimadeal ändert daran nur wenig. dpa

Stoppt Klimaverschmutzung: Die USA und China haben weltweit die höchsten CO2-Emmissionen. Der Klimadeal ändert daran nur wenig.

Mit einem historischen Meilenstein, der aber erst 2030 erreicht werden soll, ist es fast wie mit dem Jenseits. Man ist gut beraten, nicht zu viel zu erwarten. Das gilt auch für die gestern in Peking zwischen US-Präsident Barack Obama und dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping vereinbarten Klimaziele. So gut es ist, dass sich die beiden größten CO2-Emittenten der Welt nach jahrelangem Streit nun endlich geeinigt haben. Was dabei rauskommen wird, ist jedoch völlig ungewiss.

Die USA verpflichten sich, ihre Treibhausgasemissionen bis 2025 um 26 bis 28 Prozent unter den Wert von 2005 zu senken. China will bis 2030 den Höhepunkt des Kohlenstoffdioxidausstoßes erreicht haben - und bis dahin gleichzeitig 20 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien beziehen.

Frank Sieren: Der Buchautor und Handelsblatt-Korrespondent gilt als einer der führenden deutschen Chinakenner. picture-alliance / dpa

Frank Sieren: Der Buchautor und Handelsblatt-Korrespondent gilt als einer der führenden deutschen Chinakenner.

Keine Frage: Peking hat mittlerweile erkannt, dass es höchste Zeit ist, sich um den Umweltschutz zu kümmern. Die meisten Solarzellen werden nicht nur in China produziert, sondern auch dort betrieben. Und in der Windenergie sind die Chinesen ebenfalls inzwischen weltweit führend. Allerdings werden noch immer 70 Prozent des chinesischen Stroms aus umweltschädlicher Kohle gewonnen. Und niemand weiß, was 2030 sein wird.

Zwar ist es möglich, ja sogar sehr wahrscheinlich, dass Peking den Zwanzig-Prozent-Anteil für erneuerbare Energien erreicht. Doch es lässt sich kaum vorhersagen, wie hoch der Gesamtausstoß an Schadstoffen im boomenden Land dann sein wird. Denn China ist tief gespalten in dieser Frage. Den Menschen in den reichen östlichen Megastädten sind inzwischen gute Luft und sauberes Wasser wichtiger als großes Wachstum und mehr materieller Wohlstand. Auf dem Land ist das noch anders. Die Menschen in den westlichen Provinzen wollen erst noch Wachstum, bevor sie CO2 einsparen. Sie wehren sich schon heute in Peking dagegen, dass sie ausgerechnet jetzt, da es endlich auch im Westen Chinas langsam losgeht, die Fesseln des Umweltschutzes anlegen sollen.

Und dafür haben sie gute Argumente: Verlangsamtes, umweltfreundliches Wirtschaftswachstum bedeutet mehr Arbeitslose. Damit wäre die soziale Stabilität in Gefahr, warnen die Provinzfürsten im Westen des Landes. Es ist also nicht erstaunlich, dass, kurz nachdem der wichtigste Deal des China-USA-Gipfeltreffens bekanntgegeben worden ist, selbst der staatliche Fernsehsender CCTV unverzüglich derartig skeptische Stimmen zu Wort kommen ließ.

Auf eines kann sich der Westen sicher einstellen: Was immer auch vereinbart worden ist, Peking wird sich von den USA zu nichts mehr zwingen lassen. Das gilt nicht nur für Obama, sondern auch für dessen Nachfolger, wie mächtig sie auch immer sein mögen.

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Kommentare (3)

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13.11.2014, 15:17 Uhr

China und die USA haben doch bewusst diese vage Vereinbarung getroffen um nächste Jahr in Paris nicht in die Klima-Propagandafalle der Grün-Sozialistischen EU zu tappen. Mit diesem Abkommen, dass China und die USA an nichts bindet (weil die Wirtschaft und das Wohlergehen für das Volk immer im Vordergrund steht). Das ganze Klimaerwärmungsgedönse wird nächstes Jahr weiter begraben. Schlecht für die Angstpropaganda von Greenpeace, BUND, PIK und Co. Aber gut für die Bürger und unsere Geselschaft endlich vom Grün-Sozialistsichen CO2-Klimaerwärmung Joch befreit zu werden. Danke!

Account gelöscht!

13.11.2014, 16:48 Uhr

Wie die Washington Post meldet, hat der vermutlich künftige Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, McConnell, bereits den Plänen Obamas eine klare Abfuhr erteilt.

Siehe: http://www.washingtonpost.com/politics/gop-congressional-leaders-denounce-us-china-deal-on-climate-change/2014/11/12/ff2b84e0-6a8d-11e4-a31c-77759fc1eacc_story.html

Es ist schön, daß es in den USA noch verantwortliche Politiker gibt, die nicht auf den CO2-Klimaschwindel hereinfallen und der wirtschaftlichen Vernunft gehorchen.

Da die USA unbestritten die Hegemonialmacht Deutschlands sind, ist damit zu rechnen und darauf zu hoffen, daß auch in Deutschland die Idiotie des "Klimaschutzes" und des Kampfes gegen CO2 in absehbarer Zeit ein Ende findet.

Diese Idiotie hat schon heute viel zu viel Geld zum Fenster hinausgeworfen. Sie hat schon viel zu viel unserer schönsten deutschen Landschaften verschandelt und in eine Wüste aus Windmühlen verwandelt, und sie hat schon viel zu viel energieintensive Arbeitsplätze zerstört oder aus dem Land vertrieben und viel zu viel Kaufkraft von Millionen von Menschen aufgefressen - zum Schaden des Einzelhandels.

Minister Gabriel scheint ja schon ganz langsam zu beginnen, dem Schwachsinn abzuschwören. Immerhin hat er ja erklärt, daß es ohne Kohlekraftwerke nicht geht. Er hat lange gebraucht zu dieser Erkenntnis, aber immerhin: Er fängt an, die Kurve zu kriegen.

Herr Holger Narrog

13.11.2014, 21:00 Uhr

Es handelt sich um einen bewusst irreführenden Artikel.

Die Chinesen haben ihre freundlich, unverbindliche Position zum Klimaschwindel beibehalten. Präsident Obama wurde im Wahlkampf massiv von Ökolobbies unterstützt und ist vom Klimaschwindel begeistert. Die US Bevölkerung kann dieser Ökosaga wenig abgewinnen und so gibt es im Kongress (Parlament) seit Beginn dieser Ökosaga eine stabile Ablehnung derselben, z.B. Ablehnung Kyoto Protokoll. Insofern kann Obama meinen was er möchte, es wird kein US Gesetz zugunsten des Klimaschwindels geben.

Der umweltschädliche Strom aus Wind und Sonne ist in China genauso wertlos wie in Deutschland. Die Subventionen sogenannter "Erneuerbarer Energien" erfolgt in China über CDM Zertifikate westlicher Länder. Insofern werden "Erneuerbare Energien" in China so stark steigen wie westliche Länder gewillt sind die Kosten zu tragen.

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