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25.09.2013

06:00 Uhr

Klimaschutz in aller Munde

Sinkt Deutschlands Treibhausgas-Ausstoß?

Kohlendioxid, Methan und andere Treibhausgase verursachen einen großen Teil der Erderwärmung. Ob Deutschland noch immer zu viel davon in die Luft bläst, und ob die Vorgaben aus dem Kyoto-Protokoll eingehalten wurden.

Die Schornsteine eines Blockheizkraftwerkes: Der Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland ist 2012 seit langem wieder gestiegen. dpa

Die Schornsteine eines Blockheizkraftwerkes: Der Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland ist 2012 seit langem wieder gestiegen.

In Deutschland lag der Ausstoß der sogenannten Treibhausgase, die für die Erderwärmung mitverantwortlich gemacht werden, in den Jahren 2008 bis 2011 um ein Viertel unter dem Niveau von 1990. Das Kyoto-Protokoll verlangt für die Jahre 2008 bis 2012 nur eine Verringerung gegenüber 1990 von acht Prozent. Für Deutschland ist dieses Basisjahr günstig, weil kurz danach der Treibhausgasausstoß in Ostdeutschland massiv sank.

Seit 1990 ist der Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland – mit ganz wenigen Ausnahmen – Jahr für Jahr verringert worden. Eine signifikante Verringerung stellte sich im Zuge der Konjunkturschwäche nach 2008 ein.

Mit einem Anteil von 83 Prozent in der EU ist Kohlendioxid das mit Abstand wichtigste Treibhausgas, gefolgt von Methan. Im Jahr 2012 ist allerdings der Kohlendioxidausstoß in Deutschland nach vorläufigen Zahlen des Umweltbundesamts erstmals seit langem wieder gestiegen, und zwar um zwei Prozent.

Ursachen sind die höheren Emissionen aus der Stromerzeugung, da hier vermehrt Braunkohle eingesetzt wurde. Auch stieg wetterbedingt der Bedarf an Heizenergie. Dennoch dürfte der gesamte Ausstoß an Treibhausgasen 2012 gut ein Viertel niedriger gewesen sein als im Jahr 1990.

Kommentare (9)

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HofmannM

25.09.2013, 07:43 Uhr

Hört halt endlich auf mit diesem Märchen vom menschengemachten CO2-Klimawandel!
CO2 wandelt kein Klima. CO2 ist mit einen Anteil von 0,039% an der Atmosphäre ein lebenswichtiges Pflanzendünger Gas! Die Pflanzenwelt und damit auch wir Menschen brauchen MEHR CO2 und nicht weniger. Ansonsten geht das Pflanzenwachstum weiter zurück und wir Menschen bekommen dann nicht mehr den nötigen Sauerstoff und die Ernährung der Menschheit wird dadurch extrem erschwert!
CO2 = Leben! Um so mehr, um so besser! Danke!

echo

25.09.2013, 08:16 Uhr

Nirgendwo wird darauf eingegangen, warum immer wieder das Jahr 1990 als Vergleich heran gezogen wird. Wieso nicht 1980 oder 1997 (das Jahr in dem das Kyoto-Protokoll angenommen wurde)?. Mit der Wiedervereinigung erbte Deutschland die Braunkohle, die für Strom und Heizen verantwortlich war, sowie die unzähligen Zweitakter (Trabbis). 1990 scheint also das worst-case-Jahr hinsichtlich Luftbelastung in der jüngeren Geschichte Deutschlands zu sein. Sich zu verbessern war leicht. Bereits 1997 hatte man den CO2-Ausstoß um ca. 12% senken können, dh. die Hälfte des Zieles war erreicht. Anscheinend hat Deutschland auch die Planwirtschaft der DDR übernommen.
Unabhängig davon sollte man sich vergegenwärtigen, dass nur 4% des CO2-Ausstoß menschengemacht ist. 96% sind biogener Natur. Selbst wenn alle Länder der Welt ihre CO2-Emissionen um die Hälfte reduzieren, verringert sich der Gesamtausstoß nur um 2%. Der Anteil von CO2 in der Luft beträgt wiederum weniger als 0,04%. O.g. Szenario weiter gesponnen beträgt die Reduzierung von antropogenem CO2 um die Hälfte ein Reduzierung des CO2-Anteils in der Luft um 0,008%. Und dafür werden weltweit (auch in D) (Regen)Wälder abgeholzt und Moore trocken gelegt um Platz für (genetisch veränderte) Energiepflanzen oder Windfarmen zu machen! Der Mensch greift massiv ins biologische Gleichgewicht und damit ins Klima ein ohne eine Verbesserung der Situation herbei zu führen.
Vielleicht sollte man das Ganze an anderer Stelle angehen, z.B. Verpackungen reduzieren, die 30% aller Kunststoffprodukte ausmachen. So verringert man die Herstellung, Transport und vor allem die Entsorgung. Im Baubereich werden 25% aller Kunststoffe verarbeitet. Lassen wir doch hier den Sondermüll alias Dämmmaterial weg.

Sonnenschein

25.09.2013, 08:35 Uhr

Zitat: "Unabhängig davon sollte man sich vergegenwärtigen, dass nur 4% des CO2-Ausstoß menschengemacht ist. 96% sind biogener Natur."

Es macht keinen Unterschied, ob der zusätzliche CO2-Anteil in der Luft nun natürliche Ursachen hat oder menschengemacht ist. Ein höherer Anteil an CO2 verstärkt den Teibhauseffekt, was höhere Temperaturen der Luft und der Meere zur Folge hat. Es wird sich mit höherem CO2-Gehalt der Luft ein neues Gleichgewicht einstellen, aber auf einem höheren Temperaturniveau.

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