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27.08.2014

06:00 Uhr

Knut Blind

„Nachhaltige Innovationen bestimmen unsere Zukunft“

Visionen sind für den Innovationsökonomen kein Grund, einen Arzt aufzusuchen – solange die Ideen keinem schaden. Gerade Neuerungen im Bereich grüner Technologien sind für Knut Blind zukunftsbestimmend.

Knut Blind ist Professor für Innovationsökonomie an der TU Berlin, hält eine Teilzeitprofessur für Standardisierung and der Rotterdam School of Management und leitet die Forschergruppe Public Innovation am Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS). Ulrich Dahl/Technische Universit

Knut Blind ist Professor für Innovationsökonomie an der TU Berlin, hält eine Teilzeitprofessur für Standardisierung and der Rotterdam School of Management und leitet die Forschergruppe Public Innovation am Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS).

Welche Innovation hat die Welt am nachhaltigsten verändert?
Es wäre wohl vermessen, eine bestimmte Innovation herauszupicken. Verschiedenste Innovationen haben die Entwicklung der Menschheit in den letzten Jahrtausenden maßgeblich vorangebracht. Während es bisher um die Erschließung der Welt, aber auch die Nutzung ihrer Ressourcen ging, werden zunehmend die "nachhaltigen" Innovationen im wörtlichen Sinne, das heißt vor allem das ganze Spektrum der Green Technologies, unsere und die Zukunft der nachfolgenden Generationen bestimmen. Deshalb starten wir im Wintersemester auch eine neue Vorlesung "Sustainable Innovation".

Für wie innovativ halten Sie Ihr Unternehmen?

Wer ist für Sie der größte Visionär?
Hier sind sicherlich verschiedene religiöse, philosophische und politische Visionäre zu nennen. Mich persönlich hat schon als Schüler Dennis Meadows' Bericht zu den Grenzen des Wachstums sehr beeindruckt und ich war sehr glücklich, dass ich ihn vor ein paar Jahren in Berlin bei der Vorstellung der Aktualisierung seiner Studie miterleben konnte.

In welchen Momenten kommen Ihnen die besten Ideen?
Oft bei der Fahrt mit dem E-Bike durch den Grunewald auf dem Weg zu meinem Büro an der Technische Universität Berlin auf der Schleuseninsel im Tiergarten.

Sollte der, der Visionen hat, wirklich zum Arzt gehen?
Visionen reichen von kleinen, sehr persönlichen Wunschvorstellungen bis hin zu den großen Weltentwürfen der bedeutenden Visionäre. Deshalb ist ein Gang zum Arzt unnötig, solange diese Visionen für einen selbst oder die Mitmenschen nicht zur Gefahr werden.

Was macht die Arbeit an der Technischen Universität Berlin und an der Rotterdam School of Management auf der einen  Seite und am Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS auf der anderen Seite für Sie aus?
Durch die Verknüpfung meiner Positionen an der Universität und einem anwendungsorientierten Fraunhofer Institut habe ich ein breites Spektrum an spannenden Tätigkeiten von der Lehre, über die Grundlagen- und angewandte Forschung bis hin zur Politik- und Unternehmensberatung. Deshalb sehe ich mich auch als Plattformmanager, der interessierte junge Menschen mit ihren Ideen und Qualifikationen auf Basis der existierenden Erkenntnisse der Innovationsforschung mit den aktuellen Anforderungen aus der Wirtschaft und Politik zusammenbringt. Schließlich hält mich die Arbeit mit jungen Menschen durch die permanente Konfrontation mit neuen Ideen selbst jung.

Von

jam

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

27.08.2014, 08:41 Uhr

Dieser Prof. Knut Blind sollte erst einmal ein Technikstudium und danach ein Wirtschaftsstudium abschließen. Danach sollte dieser Prof. sich mal mit den EEG contra Marktwirtschaft beschäftigen. Die meisten nachhaltigen "Grünen Innovationen" basieren nämlich nicht auf der Marktwirtschaft, sondern werden durch gesetzlich/ideologisch politisch bestimmte Gesetze (EEG/Energieeinsparverordnung/Grüne Umweltauflagen usw.) diktiert. Dies hat mit der freien Marktwirschaft (Innovation und Fortschritt) recht herzlich wenig zu tun.

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