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14.10.2013

06:00 Uhr

Koalitionspoker

Union und SPD in zweiter Sondierungsrunde

Schwarz-Rot oder Schwarz-Grün? Am Dienstag will die Union mit den Grünen sprechen, heute findet aber erst einmal ein zweites Treffen mit der SPD statt.

Wäscheklammern in den Farben der Parteien von CDU, SPD und Grünen: Die Sondierungsgespräche gehen weiter. dpa

Wäscheklammern in den Farben der Parteien von CDU, SPD und Grünen: Die Sondierungsgespräche gehen weiter.

BerlinDer Koalitionspoker geht in dieser Woche in die entscheidende Runde: Heute treffen sich Union und SPD zu einer zweiten Sondierungsrunde. Mit den Grünen will die Union ihre Beratungen über ein schwarz-grünes Bündnis dann am Dienstag vertiefen. Es mache Sinn und sei notwendig, sich zu einem weiteren Sondierungsgespräch zu treffen, sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe am vergangenen Donnerstagabend nach einer ersten dreistündigen Sondierung in Berlin. Grünen-Chef Cem Özdemir sprach von einer „positiven Atmosphäre“.

Die Entscheidung über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen fällt damit in dieser Woche. Gröhe betonte, dass vor der Konstituierung des neuen Bundestags am 22. Oktober Klarheit herrschen werde. Sowohl SPD als auch Grüne beraten am Wochenende davor auf einem Parteikonvent beziehungsweise einem Parteitag die Lage. Eine der beiden Parteien muss dann entscheiden, ob ein Verhandlungsangebot von CDU-Chefin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer angenommen wird. Bei der SPD sollen am Ende die rund 470.000 Mitglieder über einen möglichen Koalitionsvertrag entscheiden.

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Gröhe kündigte an, die Union werde mit der SPD ebenso wie mit den Grünen noch einmal ergebnisoffen und ernsthaft sprechen. Natürlich gebe es teils deutliche Unterschiede, aber zum Beispiel bei der Energiewende wolle man gemeinsam einen „ökologischen Erfolg“. Dobrindt, der vorletzte Woche die Atmosphäre in der Runde mit der SPD sehr gelobt hatte, betonte: „Das Treffen mit den Grünen ist nicht so verlaufen, dass man sich nicht wieder treffen könnte.“

Besonders die CSU hat wiederholt Präferenzen für eine große Koalition erkennen lassen. Seehofer hatte vor allem gegen Trittin gestichelt. Verkehrsminister Peter Peter Ramsauer (CSU) sagte nach dem Treffen, er habe schon schlechtere Stimmungen erlebt. Unionsfraktionschef Volker Kauder betonte: „Am nächsten Dienstag gibt's ne zweite Runde. Das zeigt doch, dass es gut war.“

Von

dpa

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