Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.10.2014

09:51 Uhr

Kopenhagen

Feilen am Weltklimabericht

Ein jahrelanger und sehr arbeitsreicher Prozess geht zu Ende: Der Weltklimarat verleiht seinem fünften großen Bericht in dieser Woche den letzten Schliff. Er soll auch den Weg zu einem globalen Klimaabkommen zeigen.

Bericht des Weltklimarats: "Straßenkarte" für politische Entscheidungen. dpa

Bericht des Weltklimarats: "Straßenkarte" für politische Entscheidungen.

Der Weltklimarat (IPCC) hat in Kopenhagen eine Debatte über die Zusammenfassung aller drei Teile seines neuen großen Klimaberichts begonnen. Bis zum Freitag ringen Wissenschaftler und Regierungsvertreter um den Wortlaut wichtiger Kernaussagen des sogenannten Synthesis-Report, den UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und IPCC-Chef Rajendra Pachauri am Sonntag präsentieren wollen.

Der Bericht solle „eine Straßenkarte“ für politische Entscheidungsträger sein, anhand derer sie den Weg zu einem globalen Abkommen zum Klimaschutz finden könnten, sagte Pachauri am Montag zum Auftakt der Diskussionen in der dänischen Hauptstadt.

Über die Kernaussagen des 5. Weltklimareports beraten Forscher und Politiker wenige Tage nachdem sich die EU-Staaten in Brüssel auf langfristige Ziele beim Klimaschutz geeinigt haben. Unter anderem soll der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid in der EU bis 2030 um mindestens 40 Prozent sinken. „Politische Entscheider sollten sich nicht von der scheinbaren Hoffnungslosigkeit, dem Klimawandel zu begegnen, überwältigen lassen“, sagte Pachauri. „Es ist nicht hoffnungslos.“

Die drei einzelnen Teile des Reports hatte das Gremium im September 2013 sowie im März und April 2014 vorgestellt. Danach können die Forscher etwa noch sicherer sagen als zuvor, dass der Mensch der dominierende Faktor für den Temperaturanstieg seit rund 60 Jahren ist. Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Natur zeigen sich jetzt schon auf allen Kontinenten und in allen Ozeanen.

Was ist aus Ihrer Sicht das größte Argument für die Energiewende?

Für den Bericht, den der scheidende IPCC-Chef Pachauri die „umfassendste Bewertung des Klimawandels, die jemals unternommen wurde“, nennt, werteten mehr als 830 Leitautoren und weitere Forscher 30 000 wissenschaftliche Arbeiten aus. Die Zusammenfassung des Reports „destilliere und integriere“ Aussagen der Teilberichte, sagte Pachauri. Daneben fließen auch zwei Sonderberichte aus dem Jahr 2011 in den Synthesis Report ein.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

29.10.2014, 10:29 Uhr

Dieser Weltklimabericht dient nur einen...der Abzocke über das "menschengemachte CO2-Klimaerwärmungsmärchen"!
Nicht das Klima muss geschützt werden (dies kann man eh nicht), sonder der Bürger gehört von dieser CO2-Besteuerung (CO2-Verteufelungs-Angstmärchen) die unsere Grün-Sozialistische Regierung in der EU und Deutschland unter dem schwarzen Marktkleid propagieren. Klimaschutz ist die Abzocke am Bürger und Freiheitsberaubung.

Herr Tom Schmidt

29.10.2014, 11:12 Uhr

Äh... hallo?

Wo kommen jetzt denn plötzlich diese 60 Jahre her? 60 Jahre, das letzte Jahrzehnt war dann gar nicht wärmer, da bleiben nur ein paar Jahre übrig...

Die Hockey-Schlägerkurve mag ja kritisiert worden sein, aber zumindest gab es eigentlich vor Jahren Kurven, die einen Zusammenhang zwischen Temperatur und CO2-Konzentration doch zumindest seit dem Beginn der Industrialisierung darstellten...

Irgendwie ziehen die jedes Mal wieder eine neue willkürliche Zahl aus dem Hut. Das 2°-Ziel war das Letzte.

Aber gut, nehmen wir mal an, dass wäre nicht alles Unsinn. 1990 war also definitiv im Zeitraum, der einen antropogenen Temperaturanstieg zur Folge hatte. Nehmen wir an, die EU reduziert ihre Emissionen von diesem Zeitpunkt um 40 %, dann bedeutet das doch global unterm Strich (mehr Menschen mit höherem Energieverbrauch, z.B. Asien) gar keine Reduzierung, wenn nicht sogar eine Erhöhung...

Noch was an die angebliche deutsche Erfolgsgeschichte. Beim Stand 1990 werden die alten DDR-Dreckschleuder-Kraftwerke noch mitgezählt. Dann brach die Wirtschaft im Osten erstmal zusammen, ein Großteil "unseres Einsparerfolges" beruht nur darauf!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×