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17.09.2013

06:00 Uhr

Krankenkassen

Ist die kostenlose Mitversicherung von Angehörigen sinnvoll?

Die gesetzliche Krankenversicherung ermöglicht es, den Ehepartner und die Kinder beitragsfrei mitzuversichern. Bei den Kosten gibt es aber einen Unterschied dazwischen, ob es einen Alleinverdiener gibt oder nicht.

Versichertenkarten von gesetzlichen Krankenkassen: Kostenloses Mitversichern von Angehörigen lohnt sich nur bedingt. dpa

Versichertenkarten von gesetzlichen Krankenkassen: Kostenloses Mitversichern von Angehörigen lohnt sich nur bedingt.

Wer gesetzlich krankenversichert ist, muss 15,5 Prozent seines Bruttolohns an Beitrag an seine Kasse zahlen. 7,3 Prozentpunkte davon zahlt der Arbeitgeber, 8,2 Punkte der Arbeitnehmer. Die Beitragsbemessungsgrenze von 47.250 Euro deckelt den Höchstbeitrag auf 7324 Euro im Jahr. Somit aber zahlt der gut verdienende Facharbeiter gleich viel wie ein deutlich besser verdienender leitender Angestellter.

Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen sind in beiden Fällen beitragsfrei mitversichert. Arbeiten jedoch beide Ehepartner und verdienen beide 47.250 Euro im Jahr, dann müssen sie genau doppelt so viel an die gesetzliche Krankenkasse zahlen wie eine Alleinverdienerehe, in der einer 94.500 Euro verdient und der andere nichts.

Diese hohe Belastung mit Sozialabgaben senkt den Anreiz vor allem für Frauen – etwa nach einer Babypause – wieder ins Erwerbsleben zurückzukehren. Das läuft dem Ziel, die Erwerbstätigkeit zu erhöhen, zuwider. Eine Beitragsreform der Krankenversicherung brächte mehr als sämtliche Programme zur Frauenförderung zusammen.

Kommentare (17)

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herbert

17.09.2013, 07:36 Uhr

Diese ewige Neiddebatte und überzogene Frauenförderung, plus vorschreiben wie man Leben soll, ist völlig daneben.
Wir haben in Deutschland viele Familien, wo der Vater verdient und die Mutter die Kinder zuhause versorgt und betreut.
Ein gesundes Familienleben ist für die Kinder absolut wichtig und nicht die Aufschreie der Wirtschaft, die Frau in die Fabrikhallen zu treiben.
Fazit: Wer arbeitet muss auch Beiträge zahlen.
Schluß mit der überzogenen Frauenquote. Jeder soll so leben wie er möchte. Wichtig ist dabei, dass Familien unterstützt werden, damit sie viele Kinder bekommen und diese nicht abgeschoben werden in eine Kita, damit Mama malochen muss in der Wirtschaft.

RDA

17.09.2013, 07:39 Uhr

Endlich hat´s mal einer bemerkt. Auch das Ehegattensplitting oder das Betreuungsgeld setzen eindeutige Fehlanreize für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit. Aber zurück zur GKV: Es würde mehr Sinn machen, dass alle Mitglieder auch Beiträge zahlen. Für Kinder sollte es analog dem Kindergeld eine vollständige Erstattung der Beiträge aus Steuermitteln geben. Und wenn ein Ehepatner Kinderpause macht, erhält er ebenfals für 3 Jahre die Beiträge komplett aus Steuermitteln erstattet.

vandale

17.09.2013, 07:53 Uhr

Die traditionelle Familie ist den Linken ein Graus.

Die Familie ist autonom, kann ohne die Eltern zu überfordern mehrere Kinder grossziehen. Die Kinder erhalten von den Eltern traditionelle Werte vermittelt.

Vandale

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