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25.10.2013

16:38 Uhr

Krebsforschung

Bei Rauchern wirken Krebstherapien schlechter

Dass Raucher ein erhöhtes Risiko haben, an Krebs zu erkranken, ist nicht neu. Dass die Krebsbehandlung bei ihnen schlechter anschlägt, schon. Forscher berichten von Wunden, die schwer heilen und weiteren Komplikationen.

Ein voller Aschenbecher: Im Falle einer Krebserkrankung haben Raucher ein gesteigertes Komplikationsrisiko. dpa

Ein voller Aschenbecher: Im Falle einer Krebserkrankung haben Raucher ein gesteigertes Komplikationsrisiko.

HeidelbergRaucher erkranken nicht nur früher und häufiger an Krebs als Nichtraucher, bei ihnen schlägt nach Erkenntnissen von Forschern auch die Krebsbehandlung oft schlechter an. Zudem erleiden Rauchern bei Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie häufiger Komplikationen, wie Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg am Freitag im „Deutschen Ärzteblatt“ berichteten.

Zwar wird demnach insgesamt in Deutschland immer weniger geraucht. Den Forschern zufolge ist aber der Raucheranteil unter Krebspatienten sehr hoch – bis zu 60 Prozent der Lungenkrebspatienten beispielsweise rauchten zum Zeitpunkt der Krebsdiagnose. Einige Patienten nähmen die Erkrankung als Anlass für einen Rauchstopp, aber rund ein Drittel rauche trotz Krebs weiter – mit tragischen Folgen.

So heilen bei Rauchern nach Krebsoperationen die Wunden oftmals weniger gut, wie es in dem Bericht weiter heißt. Chemotherapie und Bestrahlung seien bei ihnen weniger erfolgreich als bei Nichtrauchern, zudem träten häufiger unerwünschte Nebenwirkungen oder Komplikationen auf. Auch litten Raucher nach der Krebsbehandlung unter einer geringeren Lebensqualität als nicht rauchende Patienten, ihr Risiko für ein erneutes Auftreten der Erkrankung sei erhöht. Insgesamt wirke sich das Rauchen negativ auf Krankheitsverlauf und Behandlungserfolg aus.

Von

afp

Kommentare (1)

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Coza

25.10.2013, 20:01 Uhr

Man kann als Raucher bewußt auf die angebotenen Therapien verzichten (beim kleinzelligen Bronchialkarzinom bringen die Therapien sowieso nichts).
Als Raucher würde ich bei einer Krebsdiagnose auch nicht aufhören, es kommt nicht auf ein paar Tage mehr oder weniger, sondern auf die Lebensqualität in der verbleibenden Zeit an, und diese ist für den Süchtigen nun mal nikotinabhängig.

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