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20.09.2013

06:00 Uhr

Kühlschrank, Trockner oder TV

Was verbraucht am meisten Strom?

An einem halben Tag produziert ein Windrad genug Strom, um den Jahresverbrauch eines Zweipersonenhaushalts zu decken. Wer Energie sparen will, sollte den Stromhunger eines bestimmten Haushaltsgeräts nicht unterschätzen.

Ein Kühlschrank voll mit Lebensmitteln: Energiesparende Geräte amortisieren sich nach wenigen Jahren. dpa

Ein Kühlschrank voll mit Lebensmitteln: Energiesparende Geräte amortisieren sich nach wenigen Jahren.

Ungefähr 3500 Kilowattstunden Strom braucht ein Zweipersonenhaushalt pro Jahr. Für die Herstellung muss sich eine Windkraftanlage einen halben Tag lang drehen – oder aber knapp eine halbe Tonne Steinkohle verbrannt werden. Etwa 1000 Euro beträgt die Stromrechnung am Jahresende.

Das Gerät, das am meisten Strom frisst, ist der Wäschetrockner – auch wenn der Verbrauch natürlich davon abhängt, wie oft er läuft. Als Faustformel gilt: Wäsche zu trocknen kostet mindestens doppelt so viel Energie wie das Waschen selber. Insgesamt macht das Wäsche-Machen etwa ein Fünftel des Haushaltsverbrauchs aus. Die Küchengeräte kommen zusammen auf rund ein Viertel, PC, Fernseher & Co. noch einmal auf 30 Prozent.

Rund ein Zehntel geht für die Beleuchtung drauf – Kosten, die sich mit Energiespar- und LED-Lampen deutlich drücken lassen. „LED-Leuchtmittel bieten einen bis zu 80 Prozent niedrigeren Energieverbrauch und eine besonders lange Lebensdauer“, sagt Frank Weiss, General Manager bei GE Lighting. Die höheren Anschaffungskosten von 20 Euro pro Birne amortisieren sich nach etwa einem Jahr. Beim Kühlschrank dauert das eher vier Jahre und bei Waschmaschinen sechs, doch diese Geräte bleiben ja auch länger im Dienst.

Kommentare (10)

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pinroy

20.09.2013, 09:41 Uhr

Hallo, ich weiss bis heute nicht wie die Höhe der Verbrauchszahlen festgestellt wird.
Wir ein 3 Personenhaushalt (Kleinkind) mit WM, WT, Spülmaschine, MW, großem Fernseher mit Kino 7.1 Surroundanlage, Computern und aufgrund baulicher Merkmale mehrere Stand-by Geräten haben noch nicht ein einziges mal mehr als 3500 Kilowattstunden Strom verbraucht.(2012 - 2700kWh) Auch nicht in unserer alten Wohnung in der das Wasser komplett über Strom geheizt wurde.

Account gelöscht!

20.09.2013, 10:18 Uhr

Statt des letztlich unwesentlichen Hinweises, dass man bei der Beleuchtung im Privathaushalt durch LED-Lampen, deren Licht nach wie vor äußerst unangenehm ist, Strom sparen kann, wäre in einem journalistisch gut recherchierten Artikel der Hinweis nötig gewesen, dass man beim Wäschetrocknen durch den Einsatz moderner Kondensattrockner mit Wärmepumpentechnik erheblich mehr an Strom sparen kann.

Wenn für Beleuchtung ohnehin zur 10% des Haushaltsstroms benötigt wird, ist das Einsparpotential ja sehr gering, so gering übrigens, dass es schlechterdings nicht einzusehen ist und ein Zeichen für die Lust der Altparteipolitiker am Bevormunden und Verbieten, dass die Glühlampen mit ihrem angenehmen Licht verboten worden sind.

Im übrigen gehört es in den Bereich von Grimms Märchen, dass ein Windrad sich einen halben Tag lang drehen müsse, um den Strombedarf für einen Durchschnittshaushalt zu erzeugen. Wenn kein Wind weht, können auch hunderttausend Windräder nicht einen einzigen Haushalt mit Strom versorgen.

Account gelöscht!

20.09.2013, 10:21 Uhr

Hallo pinroy,
da muss ich Ihnen deutlich widersprechen. 3500 Kw/h pro Jahr Stromverbrauch ist ein angemessener Verbrauchswert für die von Ihnen aufgeführten Haushaltsgeräte und Personenanzahl. Vielleicht haben Sie eine PV-Anlage und beziehen Solarstrom als Eigenverbrauch so wie ich, dann ist der Verbrauch natürlich deutlich geringer. Bevor ich die PV-Analge installiert hatte, hatte ich einen Verbrauch zusammen mit meiner Frau und ohne Kinder und ohne Surround-Anlage von 3.200 kw/h pro Jahr

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