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13.09.2013

17:00 Uhr

Laufband oder Rad

Fitnesstraining während der Arbeit im Trend

Sportmuffel, die Zeitprobleme vorgeben, haben bald keine Ausreden mehr. Immer neue Erfindungen ermöglichen Fitness-Training am Arbeitsplatz. Der jüngste Trend aus den USA heißt Gehtisch-Laufband.

Gehtisch-Laufband: Wird der Stuhl zur Seite geschoben, ist das Laufband frei. Quelle: TreadDesk Pressebild

Gehtisch-Laufband: Wird der Stuhl zur Seite geschoben, ist das Laufband frei. Quelle: TreadDesk

Washington„Produktivität an zwei Fronten“, so fasst Andrew Lockerbie die Vorteile seines neuesten Büromöbelstücks zusammen. Lockerbie, Vorstandsmitglied beim US-Versicherungsmakler Brown & Brown, läuft jeden Tag vier bis sechs Kilometer - nicht etwa vor oder nach, sondern während der Arbeit.

Vor einigen Monaten hat Lockerbies Firma für die Niederlassung in Indianapolis zwei Schreibtisch-Laufbänder angeschafft. Der Gehtisch ist gewissermaßen die konsequente Weiterentwicklung des Stehtisches. „Ich bin den ganzen Tag in Meetings, am Schreibtisch oder am Telefon“, sagt der Manager. Mit dem Laufband am Arbeitsplatz könne er körperlich aktiv sein, ohne dass in dieser Zeit Arbeit liegen bleibe.

Lockerbie schätzt, dass er etwa 350 Kilokalorien pro Tag zusätzlich verbrennt. Doch es geht nicht in erster Linie ums Abnehmen: „Man fühlt sich besser, man bringt sein Blut in Bewegung, man denkt klarer.“ Normalerweise sind die Schreibtisch-Laufbänder auf eine Geschwindigkeit von zwei bis drei Kilometern pro Stunde ausgelegt - genug, um den Puls zu steigern, aber nicht zu schnell, um noch konzentriert lesen oder telefonieren zu können.

Beim Internet-Unternehmen imo.im in Palo Alto stellen sich die meisten Angestellten aufs Laufband, wenn sie ihre Mails durchsehen. Schon vor drei Jahren hat Firmengründer Georges Harik zwei dieser Büro-Fitnessgeräte für sich und seine 20 Mitarbeiter angeschafft. Er selbst nutze die Möglichkeit, sich zu bewegen, wann immer er könne, sagt Harik. „Manchmal geht es nicht, etwa, wenn man angestrengt nachdenken oder etwas programmieren muss.“

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

15.09.2013, 23:55 Uhr

Könnte die Frau auf dem Bild nicht auch an einem Bildschirm in Briefmarkengröße arbeiten?!

Ironie bei Seite: Mit einem großen Bildschirm könnte die Dame 20-30% schneller arbeiten (Erwartungswert), das belegen Untersuchungen beispielsweise der Fraunhofer Gesellschaft.

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