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24.06.2014

12:32 Uhr

Medizinische Unterversorgung

Mehr Anreize für Ärzte auf dem Land

Die Probleme der medizinischen Versorgung auf dem Land spitzen sich zu. Wissenschaftler fordern mehr Anreize für junge Mediziner – und neue Versorgungsmodelle.

Ärztemangel: Die ländlichen Regionen Deutschlands ziehen kaum noch junge Mediziner an. dpa

Ärztemangel: Die ländlichen Regionen Deutschlands ziehen kaum noch junge Mediziner an.

BerlinDer zunehmende Ärztemangel auf dem Land ist nach Einschätzung von Experten mit den bisherigen politischen Maßnahmen nicht in den Griff zu bekommen. „Die Situation in ländlichen Regionen wird sich langsam aber sicher zuspitzen. Abwarten ist hier keine Option", sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats für das Gesundheitswesen, Ferdinand Gerlach, in Berlin.

Notwendig seien deutlich stärkere Anreize für Tätigkeiten in ländlichen Regionen. Auf der anderen Seite müsse die medizinische Überversorgung in Ballungszentren entschlossen abgebaut werden.

In ihrem Gutachten, das sie an Gesundheitsminister Hermann Gröhe übergaben, schlagen die sieben Professoren einen 50-prozentigen Zuschlag für Landärzte vor. In überversorgten Gebieten sollen bei einer Versorgungsquote von mehr als 200 Prozent freiwerdende Arztsitze obligatorisch von den Kassenärztlichen Vereinigungen aufgekauft und so reduziert werden. Zudem sollen schon die Universitäten dazu beitragen, das Ungleichgewicht zwischen der Zahl von Haus- und Fachärzten zu verringern.

Als Versorgungsmodell schlagen die Wissenschaftler lokale Gesundheitszentren vor, die sich zum Beispiel an Krankenhäusern ansiedeln könnten. Diese würden dann ambulante wie stationäre Gesundheitsleistungen an einem Ort anbieten.

Von

rtr

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