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02.09.2014

17:24 Uhr

Mehr Vergiftungsfälle

Nach Pilz-Genuss im Krankenhaus

Die Zahl der Pilzsammler wächst. Doch es ist schwer, giftige von nicht giftigen Exemplaren zu unterscheiden, warnen Experten. Im vergangenen Jahr mussten mehr Menschen nach einer Pilz-Mahlzeit ins Krankenhaus.

Der Fliegenpilz ist leicht zu erkenne. Andere Gift-Pilze hingegen nicht. dpa

Der Fliegenpilz ist leicht zu erkenne. Andere Gift-Pilze hingegen nicht.

Die Zahl der schweren Pilzvergiftungen in Deutschland ist im vergangenen Jahr gestiegen. 2013 wurden nach Angaben der Krankenkasse DAK 34 Fälle im Krankenhaus behandelt, rund 41 Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten Pilzsammler landeten in Bayern im Krankenhaus. Dort wurden neun Fälle registriert, vier weniger als 2012.

Mehr Menschen machen sich nach Angaben der DAK-Ärztin Elisabeth Thomas auf die Suche nach Pfifferlingen, Maronen oder Champignons. „Vor allem in Süddeutschland hatten viele Menschen lange Zeit Angst, dass Pilze radioaktiv belastet sein könnten - eine Nachwirkung der Tschernobyl-Katastrophe.“ Diese Sorge verschwinde langsam.

Worauf legen Sie im Krankenhaus am meisten Wert?

Bestimmungsbüchern oder Foren im Internet reichen aber nicht aus, um Pilze sicher bestimmen zu können, wie Thomas warnt. „Sehr viele Pilze haben giftige Doppelgänger.“ So sieht der leckere Champignon dem tödlich giftigen Knollenblätterpilz täuschend ähnlich. „Ich kann unerfahrenen Sammlern nur raten, sehr vorsichtig zu sein.“

Wer nach einer Pilzmahlzeit unter Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen leidet, sollte sofort den Notarzt rufen oder sich an den Giftnotruf wenden.

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