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02.07.2013

06:00 Uhr

Metalle

Sind Seltene Erden wirklich selten?

Seltene Erden sind für die Industrie wertvolle Metalle. Gebraucht werden sie etwa zur Herstellung von Mobiltelefonen oder Flachbildschirmen. Aber sind sie wirklich so selten, wie ihr Name es vorgibt?

Förderung Seltener Erden in China: Das Land ist derzeit der weltgrößte Förderer dieser Metalle. dpa

Förderung Seltener Erden in China: Das Land ist derzeit der weltgrößte Förderer dieser Metalle.

Bei „Seltenen Erden“ handelt es sich weder um Erden, noch sind sie wirklich selten. Es sind Metalle, die sich recht gleichmäßig in der Erdkruste verteilen. Einige kommen häufiger vor als Blei. Insgesamt gibt es 17 dieser Metalle, darunter Cerium, Yttrium und Neodym. Sie kommen in rund 200 verschiedenen Mineralien vor.

Diese Mineralien sind allerdings weit verstreut und enthalten die Metalle nur in relativ niedriger Konzentration, was diese dann doch „selten“ macht.

Seltene Erden braucht man unter anderem zur Herstellung von Computern, Mobiltelefonen, Batterien, Glasfaserkabeln oder Flachbildschirmen. Im Jahr 2011 betrug das Marktvolumen weltweit 27 Milliarden Euro beziehungsweise 137.000 Tonnen. Seither sinken die Preise, während die Mengen steigen. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften schätzt die Nachfrage 2014 auf bis zu 190.000 Tonnen.

China deckt rund 85 Prozent des weltweiten Bedarfs, da viele andere Länder ihre eigenen Vorkommen nicht ausbeuten.

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