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17.09.2013

17:34 Uhr

Michael Sommer

Nierenspende des DGB-Chefs gut verlaufen

Die Operation ist geglückt: DGB-Chef Sommer hat seiner kranken Ehefrau eine Niere gespendet. Seitdem bekannt wurde, dass Ärzte bei der Organvergabe tricksten, ist die Spendenbereitschaft jedoch drastisch zurückgegangen.

Sind nach der Operation wohlauf: DGB-Chef Michael Sommer und Ehefrau Ulrike. dpa

Sind nach der Operation wohlauf: DGB-Chef Michael Sommer und Ehefrau Ulrike.

BerlinDer Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, hat seiner Ehefrau Ulrike eine Niere gespendet. Die Transplantation am Dienstag in einem Berliner Krankenhaus dauerte mehrere Stunden. „Alles ist gut gelaufen. Beide haben den Eingriff gut überstanden“, hieß es anschließend aus Sommers Vorstandsbüro.

Sommer (61) steht seit Mai 2002 an der DGB-Spitze. Nach drei Amtszeiten will er sein Amt auf dem DGB-Bundeskongress im kommenden Jahr niederlegen. Der DGB-Chef war in den vergangenen Jahren selbst gesundheitlich angeschlagen: Er musste sich zwei schweren Operationen unterziehen, bei denen ihm Teile des Magens und die Galle entfernt wurden. Seine Frau (55) ist Krimi-Autorin und Landeskassiererin der Berliner SPD.

Der aktuelle Vorgang weist Parallelen zu einem anderen prominenten Fall auf: Ende August 2010 spendete SPD-Bundestagsfraktionschef Frank-Walter Steinmeier seiner kranken Ehefrau ebenfalls eine Niere. Die Transplantation machte damals Schlagzeilen.

Spendernieren sind äußerst begehrt - Patienten müssen im Schnitt fünf bis sechs Jahre auf ein Organ warten. Dabei ist - wie bei jeder anderen Organspende auch - zwischen Lebend- und „postmortaler“ Spende zu unterscheiden. Im ersten Fall wird einem freiwilligen Spender eine Niere entnommen, im zweiten Fall einem Verstorbenen - allerdings auch nur mit dessen Einverständnis zu Lebzeiten oder danach dem der Angehörigen.

Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland laut Eurotransplant insgesamt 766 Nieren-Lebendspenden, ein Jahr davor waren es 795. 2012 wurden hierzulande insgesamt 2586 Nieren verpflanzt, 2011 waren es 2850. Die Spenden-Zahl in Deutschland ist seit Bekanntwerden von Tricksereien bei der Organvergabe rückläufig.

Von

dpa

Kommentare (5)

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scharfschuetze

17.09.2013, 10:57 Uhr

Na und?
Das ist
1. Privatsache
2. Selbstverständlich
Wen geht das was an außer den beiden?
Ein vollkommen überflüssiger Beitrag.

hyaene

17.09.2013, 11:04 Uhr

Irgendwo sind wir alle GLEICH. Außer bei der Rente, bei der Pension. - Viel Glück und Gesundheit!

Freidenker

17.09.2013, 11:13 Uhr

Kommt mein Nachbar, der seiner Frau auch eine Niere spendet jetzt auch ins HB?!

Was soll immer dieses hochleben der Claqeuere des Kapitals?!
[...]

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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