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26.08.2013

09:03 Uhr

Mini-Drohne

Fliegende Hilfe im Kampf gegen Herztod

Mini-Drohnen werden derzeit für Luftbildaufnahmen oder die Untersuchung von Hochhäusern und Brücken eingesetzt. Künftig sollen sie, ausgerüstet mit Defibrillatoren, noch eine andere Aufgabe haben: Das Retten von Leben.

Ein sogenannter Defikopter während einer simulierten Reanimation: Die Drohne soll Menschen vor dem Herztod retten. dpa

Ein sogenannter Defikopter während einer simulierten Reanimation: Die Drohne soll Menschen vor dem Herztod retten.

Halle/WestfalenEine Mini-Drohne mit einem Defibrillator zur Wiederbelebung soll künftig Leben retten. Jedes Jahr gibt es bundesweit 100.000 Opfer durch den plötzlichen Herztod, wie Friedrich Nölle vom Verein Definetz am Freitag bei der Vorstellung des Prototyps im westfälischen Halle berichtete. Die Drohne sei für ländliche und schwer zugängliche Einsatzgebiete gedacht. In solchen Notfällen komme es auf jede Minute an. Der Deutsche Berufsverband Rettungsdienst begrüßte die Initiative, warnte aber vor übertriebenen Hoffnungen.

„Wird über eine spezielle App mit dem Handy ein Notruf abgesetzt, startet die Drohne selbstständig und bringt den Defibrillator GPS-gesteuert zum Patienten“, sagte Nölle. Bei einem Notruf ohne diese App könne die Rettungsleitstelle die Drohne starten.

Beim plötzlichen Herztod schlage das Herz nicht mehr, es gebe aber meist noch ein unkoordiniertes Flimmern, das Fibrillieren, sagte Holger König von dem Medizintechnik-Hersteller Schiller. Mit einem Defibrillator könne im Idealfall das Herz wieder in den richtigen Takt gebracht werden.

Es gebe noch rechtliche Hürden für solche automatisch fliegenden Drohnen in Deutschland, sagte Nölle. Es handle sich hier allerdings um eine ganz andere Geräteklasse als die große militärische Drohne, die dem Verteidigungsministerium derzeit so großes Kopfzerbrechen bereite, hieß es.

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