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13.01.2014

16:08 Uhr

Mit Fernbedienung und Sensor

Intelligentes Wohnen für Senioren

Auch im hohen Alter sicher und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben: Was viele Senioren wünschen, macht moderne Technik zur Realität. Das zeigt eine Modellwohnung in Braunschweig.

Universal-Fernbedienung in einer Seniorenwohnung: Intelligente und vernetzte Elektronik kann das Leben vieler älterer oder kranker Menschen einfacher machen. dpa

Universal-Fernbedienung in einer Seniorenwohnung: Intelligente und vernetzte Elektronik kann das Leben vieler älterer oder kranker Menschen einfacher machen.

BraunschweigModerne Technik macht es möglich: Viele ältere oder kranke Menschen wollen möglichst lange sicher und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben. Elektronische Assistenzsysteme helfen dabei - wie in einer Modellwohnung in Braunschweig, wo solche technischen Hilfen gezeigt werden. „Dieses Thema wird in unserer alternden Gesellschaft immer wichtiger“, sagt Projektleiterin Ann-Kathrin Lumpe vom Braunschweiger Informatik- und Technologiezentrum, das der Technischen Universität angegliedert ist. „Wir zeigen den Besuchern, was heute technisch machbar ist.“

Die Zwei-Zimmer-Modellwohnung ist barrierefrei und bietet viel Komfort: von höhenverstellbaren Küchenschränken, Regalen oder Waschbecken über Aufsteh-Hilfen im Sessel bis zum Dusch-WC im Bad. Vor allem aber gibt es intelligente und vernetzte Elektronik. Mit einer Fernbedienung können nicht nur elektrische Geräte wie Fernseher oder Küchenherd bedient werden, sondern auch Fenster, Türen oder Jalousien.

Ein Sensor, den man am Körper trägt, reagiert bei einem Sturz und alarmiert festlegte Bezugspersonen. Bewegungsmelder registrieren, wenn man nachts aus dem Bett aufsteht und zur Toilette will - und stellen automatisch die Beleuchtung auf dem Weg dorthin an. Wenn man die Wohnung verlässt, werden Türen, Fenster oder der Herd kontrolliert und bei Bedarf selbstständig geschlossen oder abgestellt.

„Diese intelligente Wohnung ist auch für junge Menschen interessant, weil sie mehr Komfort und Sicherheit bietet“, findet Lumpe. Ein vergleichbar ausgestattetes Appartement gebe es noch in Wolfsburg. In Braunschweig seien für 2014 zwei weitere Forschungswohnungen geplant, in denen Technologien weiter entwickelt werden sollen. So könne man etwa die routinemäßigen Alltagshandlungen der Bewohner zeitlich erfassen und bei deutlichen Abweichungen Alarm auslösen.

Das Projekt soll nicht nur ältere Menschen, sondern auch Wohnungsgesellschaften, Handwerksbetriebe, Sozialdienste oder Ärzte auf das Thema aufmerksam machen. Nahe der Modellwohnung gibt es etwa ein Beratungszentrum, das hilfesuchende ältere Menschen aufklärt und spezialisierte Handwerksbetriebe vermittelt.

Von

dpa

Kommentare (2)

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13.01.2014, 17:59 Uhr

Alles schön und gut, technisch durchdacht, doch die Sache hat auch einen Haken, nämlich den alten Menschen. Meine kürzlich im Alter von 89 verstorbene Mutter wäre mit dieser Ausstattung restlos überfordert gewesen, denn schon die Bedienung der Fernbedienung ihres Fernsehers bereitete ihr Schwierigkeiten. Die Ausstattung der Musterwohnung ist etwas für Menschen die sich noch selbst helfen können, die Möglichkeit noch selbständig die Toilette aufsuchen zu können ist hier ein wichtiges Indiz. Alle anderen sind ein Fall für das Altersheim mit Rundumbetreuung.

HofmannM

14.01.2014, 08:30 Uhr

Moderne "Elektrotechnik" ist nicht nur in der Anschaffung teuer, sondern kostet auch im Unterhalt viel. Und da mit der Energiewende per EEG-Politikerzwangsgesetz die Stromkosten immer weiter steigen werden, werden solche elektronische Hilfsmittel für die zukünftige "Altengeneration" immer nur eine Vision bleiben. Energiewende/Energieeinsparparolen = Armut und Mangel für unsere strombasierende Wohlstandsgesellschaft!

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