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14.11.2014

10:45 Uhr

mySugr

Das Diabetes-Monster zähmen

VonCaroline Lindekamp, Lara Lücker

Und täglich grüßt das Diabetes-Monster: Die App mysugr hilft Patienten spielerisch, sich mit ihrer Erkrankung zu arrangieren. Das Marktpotenzial für das Startup ist riesig: 380 Millionen Diabetiker weltweit– Tendenz steigend.

Die Zucker-Krankheit: Der Umgang mit Diabetes ist datenbasiert und genau da hilft die App von mySugr. PR

Die Zucker-Krankheit: Der Umgang mit Diabetes ist datenbasiert und genau da hilft die App von mySugr.

Wien„Heute schon gemessen? Insulin spritzen!“ Fragen und Mahnungen, die Diabetiker ihr Leben lang tagtäglich begleiten. Die App von mySugr gibt der Diabetes ein Gesicht, ein grünes mit Antennen-Glupschaugen und schiefen Zähnen. Das nervige, aber doch sympathische Monster unterstützt die Therapie, liefert Motivation und Feedback und erfüllt zudem noch die medizinisch-regulatorischen Anforderungen.

Die Idee sei total simpel, sagt Geschäftsführer und Firmengründer Frank Westermann, selbst Diabetiker. Als Berater war er viel auf Reisen und die unregelmäßigen Tagesabläufe wirkten negativ auf seine Diabetes-Einstellung. Als er mal wieder unterwegs mit seinem iPhone spielte, kam ihm die Idee, dass ihm das Smartphone bei der Einstellung helfen könnte: „Diabetes ist eine datengetriebene Krankheit. Ich muss ständig mit Blutzuckerwerten, Insulin- und Kohlenhydrate-Mengen umgehen.“ Das erleichtert jetzt die App „Companion“.

Wie beeinflusst das Müsli den Blutzucker-Spiegel? Als medizinisches Produkt musste die App strenge Regulierungen durchlaufen. PR

Wie beeinflusst das Müsli den Blutzucker-Spiegel? Als medizinisches Produkt musste die App strenge Regulierungen durchlaufen.

Die App funktioniert wie ein modernes Diabetes-Tagebuch – bunt und in frecher Sprache. Sie lässt sich mit dem Blutzucker-Messgerät synchronisieren, so dass die Daten automatisch übertragen werden und ständiges Eintippen entfällt. Für jeden Eintrag erhält der User Punkte. Wird er nachlässig, erinnert ihn besagtes „Monster“, das als Maskottchen durch die App führt. Es gibt ein Archiv, in dem der Nutzer nachschlagen kann, wieviel Einheiten er etwa für die letzte Pasta beim Italiener berechnet hat. Auch Sport-Challenges gehören zur App.

„Um die Menschen von dem Produkt zu überzeugen, brauchen wir einen konsumentenorientierten Ansatz. Das heißt, es muss Spaß machen – gerade bei Diabetes. Diabetes ist nicht heilbar, du hast es dein Leben lang und du musst motiviert werden, die Therapie weiter zu machen“, sagt Westermann. Das Zauberwort heißt „Gamification“ und meint Anwendungen mit spieltypischen Elementen. Die zeigen sich vor allem in der Kinder-Variante der App, aber auch bei den Erwachsenen kommt das gut an. Der Großteil der Nutzer ist zwischen 35 und 55 Jahre alt.

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