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23.09.2013

10:25 Uhr

Nach Bundestagswahl

VDMA erwartet ein neues Energiekonzept

Das Thema Energiewende müsse rasch angegangen werden, und das EEG zur Förderung von Ökostrom überarbeitet werden, fordert der Branchenverband VDMA.

Eckpfeiler der deutschen Industrie: Der Maschinenbau fordert eine Lösung für die Energiewende. dpa

Eckpfeiler der deutschen Industrie: Der Maschinenbau fordert eine Lösung für die Energiewende.

DüsseldorfDer deutsche Maschinenbau erwartet von der neuen Bundesregierung ein Konzept für die Energiewende aus einem Guss. Sie müsse "eines der gravierendsten Probleme Deutschlands lösen - das Thema Energiewende", sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes VDMA, Hannes Hesse, am Sonntag.

"Wir haben in Deutschland akuten Handlungsbedarf", unterstrich Hesse. Eine große Koalition, wenn sie möglich sei, könne dabei vielleicht mit einer breiten Mehrheit im Rücken die Probleme entschieden angehen. Die neue Bundesregierung dürfe zudem nicht an der Steuerschraube drehen, mahnte er.

Sie müsse das Thema Energiewende rasch angehen und das Erneuerbare Energiengesetz (EEG) zur Förderung von Ökostrom "komplett überarbeiten - das ist dringend erforderlich", forderte Hesse. Eine große Koalition aus Union und SPD habe dabei vielleicht mehr Möglichkeiten, denn sie könne die Bundesländer besser einbinden: "Wir haben derzeit im Grunde 16 kleine Energiewenden." Die deutsche Industrie müsse bei der Energiewende zudem "Lösungskompetenz" beweisen - ausländische Beobachter fragten bereits: "Wenn ihr das nicht hinbekommt, was bekommt ihr dann überhaupt hin?"

Der deutsche Maschinenbau ist mit knapp einer Million Beschäftigten und einem Jahresumsatz von zuletzt 207 Milliarden Euro ein Eckpfeiler der Industrie in der Bundesrepublik. Rund zwei Drittel der Produkte gehen in den Export. Zuletzt hatte die Branche aber Einbußen bei den Ausfuhren hinnehmen müssen.

Die überwiegend mittelständisch geprägte Branche, zu der auch börsennotierte Konzerne wie ThyssenKrupp, Gea und Gildemeister gehören, hoffe, dass die Nachfrage wieder anzieht. Anfang Juli mussten sich die Unternehmen von ihrer Prognose für 2013 verabschieden. Statt eines Anstiegs der Produktion um zwei Prozent erwarten sie nun einen Rückgang um ein Prozent.

Von

rtr

Kommentare (3)

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sailing

23.09.2013, 11:16 Uhr

immer dieses "Jammern" in Deutschland, nie konkrete Vorschläge.
Die deutsche Industrie im speziellen TK hat sich durch strategische Fehler selbst in Bedrängnis gebracht.

Hätten diese Konzerne in die regenerativen Energien investiert anstatt abzuwarten, würden sie heute davon profitieren

HofmannM

23.09.2013, 11:33 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Diana

23.09.2013, 16:07 Uhr

Sie meinen, die Industrie hätte sich vermehrt Solarpanels auf ihre Werks- und Lagerhallen installieren lassen sollen?

Super Idee, dann wäre ja der Strom für den einfachen Verbraucher, der keine Immobilien hat, ja aufgrund einer höheren EEG-Umlage noch teurer.

Das EEG ist eine Umverteilungsmaschine von Arm nach Reich, von Mietern zu Immobilienbesitzern, und somit eine bodenlose Frechheit.

Wer Ökostrom anbietet, sollte auch das unternehmerische Risiko tragen. Subventionen sind nötig (gewesen), ja, aber diese sollten aus dem allgemeinen Steueraufkommen finanziert werden, da das ganze sonst sozial ungerecht ist.

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