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16.09.2013

17:10 Uhr

Netzstabilität

Kraftwerksreserve bleibt konstant

Der Winter kommt, der Blackout auch? Der wachsende Anteil an erneuerbaren Energien stellt die Bundesnetzagentur vor Herausforderungen. Um für dunkle und windarme Tage gerüstet zu sein, stehen Reservekraftwerke bereit.

Umgeknickte Strommasten im Winter 2005 bei Münster: Bundesnetzagentur sieht sich für Stromengpässe gut gerüstet. dpa

Umgeknickte Strommasten im Winter 2005 bei Münster: Bundesnetzagentur sieht sich für Stromengpässe gut gerüstet.

BonnFür den kommenden Winter rechnet die Bundesnetzagentur nicht mit einem höheren Bedarf an Reservekraftwerken. Wie im Vorjahr werde eine konventionelle Erzeugung von rund 2500 Megawatt vorgehalten, um ein stabiles Netz zu garantieren, teilte die Netzagentur mit. Die Reservekraftwerke stehen als zusätzliche Sicherheit bereit, um im Fall von starken Netzschwankungen einzuspringen. Stromversorger können der Behörde dafür stillgelegte Kraftwerke anbieten und erhalten eine Vergütung.

Die Netzstabilität zu halten, ist durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit ihrer stark schwankenden Einspeisung schwieriger geworden. Die Bundesnetzagentur sieht aktuell keine Gefahr eines Netzzusammenbruchs und Strom-Blackouts, Netzagenturchef Jochen Homann plädiert aber immer wieder für einen kräftigen Netzausbau. 2500 Megawatt entspricht der Produktion von zwei großen Atomkraftwerken.

Der Reservebedarf wird von den Netzbetreibern bei der Bundesnetzagentur angemeldet. Dabei hatten die Betreiber zwei Winterszenarien eines Werktages mit Ausfällen konventioneller Kraftwerke und zugleich sehr hoher beziehungsweise relativ geringer Windenergieeinspeisung zugrunde gelegt.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

17.09.2013, 09:35 Uhr

Über 25% regenerativ erzeugter Stromanteil in Deutschland - und von drohenden Blackouts keine Spur. Nicht einmal die Reserveleistung mußte bisher erhöht werden.
Die Aufrechterhaltung der Netzstabilität ist schwieriger geworden? Eine logische Konsequenz in einem liberalisierten Strommarkt, in dem nicht länger mehr vier Stromriesen das Oligopol auf Deutschland haben.
Unter dem Strich bleibt die Erkenntnis, dass all jene die vor Blackouts, oder einem dramatischen Anstieg der Reservekraftwerke warnen, die Lage entweder falsch einschätzen, oder aber bewußt für Irritationen sorgen, um so den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Misskredit zu bringen.
Fakt ist: es gibt keinen Anlass beim Zubau der EE auf die Bremse zu treten!

vandale

17.09.2013, 13:02 Uhr

Sie sehen das Ausbleiben von Netzzusammenbrüchen als Beweis an, dass die "Energiewende" mit "Erneuerbaren Energien" möglich sei.

"Erneuerbare Energien" sind eine ökoreligiöse Vision die sehr mit der Technik und der Oekonomie in Konflikt steht.

Ein Hauptgrund, dass das Stromnetz bislang die steigenden Mengen an gem. Wetter beliebig eingespeisten Zufallsstrom vertragen hat, ist die Solidität mit der Netz und Kraftwerkspark im Laufe der vergangenen Jahrzehnte errichtet wurden.

An einer 100 Jahre alten Eiche muss man recht lange sägen bis diese fällt. Das ist dann jedoch nicht mehr reversibel.

Vandale

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