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14.08.2013

13:44 Uhr

Neue Studie

Kinder fettleibiger Frauen sterben früher

Bei Übergewicht sollen Frauen vor einer Schwangerschaft unbedingt abnehmen, raten schottische Forscher. Denn in einer Studie fanden sie raus, dass von fettleibigen Frauen geborene Kinder als Erwachsene früher sterben.

Ein normales Gewicht während einer Schwangerschaft ist wichtig – auch für das Kind. dpa

Ein normales Gewicht während einer Schwangerschaft ist wichtig – auch für das Kind.

ParisKinder von fettleibigen Frauen haben laut einer Studie ein deutlich erhöhtes Risiko, als Erwachsene frühzeitig zu sterben. Das Risiko, vor dem 55. Lebensjahr zu sterben, lag um 35 Prozent höher als bei den Kindern normalgewichtiger Frauen, wie es in einer am Mittwoch im Online-Fachmagazin "BMJ" veröffentlichten Studie heißt. Kinder übergewichtiger, aber nicht fettleibiger Frauen hatten ein um elf Prozent erhöhtes Risiko, als Erwachsene frühzeitig zu sterben. Die genauen Ursachen dafür sind aber unklar.

Schottische Wissenschaftler werteten für ihre Studie die Daten von 28.540 Frauen aus, die zwischen 1950 und 1976 rund 37.700 Kinder auf die Welt brachten. 6551 Söhne und Töchter der Frauen waren vor Beginn der Studie gestorben. 21 Prozent aller Mütter hatten Übergewicht, also einen Body-Mass-Index (BMI) zwischen 25 und 29.9, vier Prozent waren fettleibig, hatten also einen BMI von 30 und mehr.

Neben dem erhöhten Risiko eines frühzeitigen Todes fanden die Forscher auch heraus, dass die Kinder fettleibiger Frauen ein um 42 Prozent erhöhtes Risiko hatten, als Erwachsene wegen Herzerkrankungen in Kliniken untersucht oder behandelt werden zu müssen. "Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Gebärmutter-Umwelt einen bedeutsamen und langfristigen Effekt auf das Risiko eines vorzeitigen Todes des Nachwuchses hat", heißt es in der Studie. Es sei daher "dringend notwendig", bei Übergewicht vor einer Schwangerschaft abzunehmen.

Allerdings ist es schwer, einen direkten Zusammenhang zwischen der Fettleibigkeit der Mutter während der Schwangerschaft und einem erhöhten Risiko für einen früheren Tod des Nachwuchses nachzuweisen. So könnten die Kinder von übergewichtigen Müttern selbst Übergewicht haben, weil sie sich schlecht ernähren, zu wenig bewegen oder eine genetische Veranlagung für Übergewicht haben - mit den daraus folgenden Auswirkungen auf ihre Gesundheit.

Der Studie zufolge haben in den USA 64 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter Übergewicht. 35 Prozent von ihnen sind fettleibig.

Von

afp

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

14.08.2013, 19:06 Uhr

Ich stelle fest, dass schwangere Frauen in diesem geisteskranken Land von allerlei "Fachleuten" und "Experten" systematisch in den Wahnsinn getrieben werden.
Wer wundert sich hier noch über immer weniger Kinder ?

Account gelöscht!

14.08.2013, 22:14 Uhr

Sarkasmo, ich glaube sie sind ein wenig paranoid, wo gehts den hier um schwangere Frauen? Es geht um fette Frauen, Die Quintessenz dieser lächerlichen "Studie" wird ja im letzten Abschnitt richtigerweise entwertet, indem die naheliegende Tatsache, das Frauen, die sich gehen lassen, dies auch ihren Kindern mitgeben. Also nix mit, während der Schwangerschaft mal ein bischen Diät und hinterher wieder zu McDonalds, das wird nix bringen, Diese Studie ist von der Qualität derjenigen, wo der Wissenschaftler versucht mit einer Zeitung eine Fliege zu erschlagen, diese aber wegfliegt, er ihr dann die Flügel ausreist und ihm dies anschliessend gelingt, und er daraus schliesst: Fliegen sehen mit den Flügeln. Und sowas wird wahrscheinlich mit Steuergeldern alimentiert

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