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13.02.2014

16:20 Uhr

ÖKO-ENERGIE

Privatleute hängen große Versorger ab

Einen wichtigen Part bei der Energiewende in Deutschland spielen immer noch Privatpersonen. Viele haben sich an Bürgerwindparks beteiligt oder betreiben eigene Solaranlagen.

Solarmodule auf einem Hausdach: Die Versorger lassen sich grüne Energien nicht viel kosten. dpa

Solarmodule auf einem Hausdach: Die Versorger lassen sich grüne Energien nicht viel kosten.

Nicht Konzerne wie RWE oder Eon spielen bei der Energiewende die große Rolle. "Fonds, Gewerbebetriebe und Privatpersonen treiben die Energiewende maßgeblich voran", sagt Dirk Briese, Geschäftsführer von Trendresearch.

Gewerbebetriebe und Industrieunternehmen waren nach Berechnungen der Marktforscher aus Bremen 2012 die größten Investoren in Deutschland. Sie beteiligten sich für 4,4 Milliarden Euro an Grünstromanlagen. Fonds und Banken folgten auf Platz zwei mit 2,7 Milliarden Euro.

Die vier großen deutschen Energieversorger Eon, RWE, EnBW und Vattenfall fallen da weit zurück. Sie gaben 2012 gerade mal 0,3 Milliarden Euro für grüne Energien aus. Die Stadtwerke und andere kleinere Versorger ließen sich das rund eine Milliarde Euro kosten.

Die Traditionskonzerne, die lange den Markt unter sich aufgeteilt haben, stellen sich zwar zunehmend auf Öko-Strom um. Doch ihnen fehlt das Geld, um im großen Stil in erneuerbare Energien zu investieren. Denn in ihren konventionellen Kraftwerken brechen ihnen die Gewinne weg. "Wir müssen umdenken", räumte Hans Bünting, Chef von RWE Innogy, vor kurzem ein. Der Konzern kürzt seine Investitionen in erneuerbare Energien kräftig. Er will mehr mit Partnern zusammenarbeiten.

Einen wichtigen Part bei der Energiewende in Deutschland spielen aber immer noch Privatpersonen. "Ihnen gehört heute über ein Drittel aller installierten Anlagen", sagt Marktforscher Briese .Auch im Jahr 2012 lagen sie mit ihren Investitionen auf dem dritten Platz.

Viele haben sich schon früh an sogenannten Bürgerwindparks beteiligt. Und eine noch größere Zahl an Privatleuten betreibt heute eigene Solaranlagen.

Von

wt

Kommentare (7)

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holger29

14.02.2014, 08:15 Uhr

Die Energiewende ähnelt sehr dem "Grossen Sprung" des Mao TseTung 1958 - 1962.
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Mao wollte die Menschen Chinas schneller in das kommunistische Paradies führen. Anstelle weniger zentraler Stahlwerke sollten Millionen Bauern Eisen in eigenen kleinen Hochöfen erschmelzen und daraus Stahl herstellen. Fachleute die sich kritisch äusserten kamen in Arbeitslager

Die Oekoreligion predigt, dass die Menschen ihren Strom dezentral in kleinen Solaranlagen und Windmühlen herstellen sollen. Dadurch erlangen die Menschen ökologische Vollkommenheit, Weltuntergangskatastrophen wie Waldsterben, CO2 Klimahölle und dämonische Atomstrahlen bleiben den Gläubigen erspart.
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Das in den kleinen Hochöfen der Bauern Chinas hergestellte Roheisen war minderwertig, der Stahl unbrauchbar.

Wind- und Solarstrom ist als wetterabhängiger Zufallsstrom im Netz weitgehend wertlos.
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Der "Grosse Sprung" wurde in China 1962 abgebrochen nachdem Millionen Menschen durch Hunger ins sozialistische Paradies gekommen waren.

Die "Energiewende" bedeutet einen wesentlichen Wachstums- und Wohlstandsverlust für Deutschland. Wenn man diesen Weg weitergeht gehen zahlreiche Industriebranchen völlig verloren. Das ökologische Paradies einer verarmten, vorindustriellen Gesellschaft rückt näher.

HofmannM

14.02.2014, 08:37 Uhr

Die Privatleute spielen nur in der Hinsicht eine Rolle, in dem sich diese Privatleute an den EEG-Subventionen bereichern.
Ohne dieses asoziale und perfide EEG würde sich KEIN MENSCH eine Fotovoltaikanlage auf das Dach schrauben bzw. sich an einen Windrad beteiligen!
Sobald die Fotovoltaik- oder Windmühlentechnik ihren Produkt-Lebenszyklus beendet hat, wird diese Technik nicht mehr von den Bürgern erneuert, weil diese dann nicht mehr per EEG subventioniert werden kann und sich den Marktwettbewerb stellen muss. OHNE die EEG-Subventionen, die jeder Bürger Zwangsabführen muss, wird es KEINE Erneuerbare Energien mehr geben. Da UNWIRTSCHAFTLICH!
Die Energiewende/EEG VERNICHTET die Stromversorgung der deutschen Volkswirtschaft/Gesellschaft NACHHALTIG!

laika0231

14.02.2014, 08:42 Uhr

Für die Energieversorger gilt der gute alte Spruch.
"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."
In der jüngeren Vergangenheit waren 7-8 % Rendite für die verwöhnten Großkraftwerksbetreiber eben nicht genug.
Aber die Verbindungen in die Politik waren und sind seit jeher ausgezeichnet, so dass die Energiewende mit ziemlicher Sicherheit ausgebremst werden wird. So überlässt man das internationale Geschäft mit Erneuerbaren Energien eben lieer den Chinesen und Amerikanern.
Armes Deutschland...

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