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10.12.2014

18:26 Uhr

Öl, Gas und Kohle

Rohstoffe reichen noch für viele Jahrzehnte

Mit der Energiewende soll Deutschland unabhängiger von den natürlichen Rohstoffen werden – denn die sind endlich. Doch bis Öl, Gas, Kohle und Co. nicht mehr verfügbar sind, werden noch Jahrzehnte vergehen.

Noch lange nicht Schluss: Einer Studie zufolge werden die natürlichen Rohstoffe noch Jahrzehnte reichen. dpa

Noch lange nicht Schluss: Einer Studie zufolge werden die natürlichen Rohstoffe noch Jahrzehnte reichen.

Deutschland wird einer Studie zufolge während der Energiewende noch für viele Jahre auf fossile Energieträger wie Öl, Kohle und Gas angewiesen sein. Diese Energierohstoffe sind weltweit noch reichlich vorhanden, wie aus einer am Mittwoch in Hannover veröffentlichten Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) hervorgeht. Erdöl sei der einzige nicht erneuerbare Rohstoff, bei dem in den kommenden Jahrzehnten eine steigende Nachfrage wahrscheinlich nicht mehr gedeckt werden könne. Daran ändere auch die zunehmende Nutzung von nicht-konventionellen Reserven wie Schieferöl langfristig nichts.

Erdgas und Kohle seien dagegen aus geologischer Sicht noch in sehr großen Mengen vorhanden, heißt es in der BGR-Studie. Auch bei einem absehbar steigenden Bedarf könne die Versorgung der Welt mit diesen Energierohstoffen noch über viele Jahrzehnte gewährleistet werden. Politisch bemühen sich die Staaten allerdings, den Verbrauch fossiler Energieträger zu begrenzen, weil damit das klimaschädliche CO2 in die Atmosphäre gelangt.

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dpa

Kommentare (6)

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Herr Holger Narrog

10.12.2014, 19:51 Uhr

Mit dem Satz.."mit der Energiewende soll Deutschland unabhängiger von den natürlichen Rohstoffen werden" wird die Wirklichkeit sehr bewusst in Ihr Gegenteil verkehrt. Man wiederholt bewusst falsche Aussagen solange bis diese geglaubt werden.

Die heimische Braunkohle wird aus ökoreligiösen Gründen abgelehnt. Diese leistet als preiswerte, heimische Energiequelle einen wesentlichen Teil der Stromversorgung. Nationale Wertschöpfung > 90%.

Die umweltfreundlichen Kernkraftwerke wurden von der KWU (D) errichtet. Der Brennstoffkreislauf war weitestgehend geschlossen. Die Kosten des Natururan sind nicht massgebend, bzw. Uranvorkommen gibt es auch in D. Nationale Wertschöpfung ca. 90%

Die umweltschädlichen aber religiös verehrten Solarzellen werden grösstenteils in Asien gefertigt. Der Strom ist wertlos. Nationale Wertschöpfung ca. 50% für Vertrieb, Installation und Entsorgung des Sondermülls.

Wind- und Solarstrom fällt gem. den Launen des Wetters an. Es bedarf zusätzlicher Erdgaskraftwerke um die Schwankungen auszugleichen. Insgesamt erhöht die "Energiewende" den Energieimport.

Herr Holger Narrog

10.12.2014, 19:59 Uhr

Die "Endlichen Rohstoffe" war die erste ökoreligiöse Weltuntergangssaga im Stile des Waldsterbens und des "Klimawandels". Gem. des Club of Rome sollten die Erdölvorkommen 1990 und Erdgas 1992 erschöpft sein und das Industriezeitalter beendet sein. Viele Menschen haben daran geglaubt, einfachere Geister glauben auch heute noch an "Endliche Rohstoffe".

Der Denkfehler dieser ökoreligiösen Weltuntergangskatastrophe liegt in der Verwechslung von Reserven und Resourcen.

Die Resourcen der Erde an den meisten Rohstoffen sind nahezu unendlich. Beispielsweise findet man bis 3000m Tiefe unter der Landoberfläche der Erde gut 3 Billionen to. Uran.

Die nachgewiesenen Reserven die sich zu aktuellen Preisen mit aktuellen Technologien fördern lassen liegen bei ca. 150 Jahren Reichweite.

Der technische Fortschritt erlaubt es heute Rohstoffvorkommen zu nutzen die vor Jahrzehnten unerreichbar waren und vor Jahrhunderten nicht bekannt waren.

Herr David Krämer

10.12.2014, 21:11 Uhr

Sie haben, so scheint mir, die Aussage des Club of Rome missverstanden. Es hat sich nämlich nichts an der Tatsache geändert (wie der Artikel hier auch bestätigt), dass bspw. Erdöl als endliche Resource aufgrund von Verknappung teuer werden wird. Die wirtschaftliche Entwicklung des Planeten ist nachgewiesenermaßen bislang nicht von dieser Resource entkoppelt. Die Verknappung aber wird zur Verteuerung des Erdöls und seiner Produkte führen. Es ist also nicht von Bedeutung, dass wir noch lange Zeit Erdöl haben werden, der steigende Preis wird zu Problemen für unser Wirtschaftswachstum führen. Auch wenn momentan sinkende Preise etwas anderes zu vermitteln scheinen, ist an dem langfristigen Trend von steigenden Preisen und sinkendem Wachstum nichts zu deuteln. Ähnlich wie man Wetter nicht mit Klima verwechseln sollte, sollte man Marktpreisschwankungen und kurzfristige Versorgungspeaks (wie momentan u.a. durch Schieferöle verursacht) nicht als Zeichen fehldeuten, dass alles in Butter ist. Es handelt sich bei solchen Überlegungen nicht um "ökoreligion", sonder um Marktwirtschaft und Ökonomie. Wer das nicht versteht, dürfte in wenigen Jahrzehnten sehr große Überraschungen erleben. Ähnlich wie sich Klimawandelleugner in Zukunft wundern dürfte wie falsch sie gelegen haben. Man sollte aus meiner Sicht aufgrund von Ideologie nicht wissenschaftliche, ökonomische und ökologische Wahrheiten von der Hand weisen. Und übrigens, es gibt wenige Millionen Tonnen verwertbares Uran. Und der Erdmantel ist nur 2900 m dick. Ich weiß also mit Verlaub nicht, was sie da für einen Unsinn schreiben. Unkenntnis schient aber die Basis Ihrer Äußerungen zu bilden.

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