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07.02.2014

06:00 Uhr

Pharmabranche

Impfstoffe spielen nur eine Nebenrolle

Grippe, Masern, Tollwut oder Windpocken: Deutsche Eltern machen sich Sorgen um den nötigen Impfschutz für ihre Kinder. Es könnte zu Engpässen beim Impfstoff kommen.

Ein Picks für die Gesundheit: Impfen gegen Grippe, Masern, Tollwut oder Windpocken. dpa

Ein Picks für die Gesundheit: Impfen gegen Grippe, Masern, Tollwut oder Windpocken.

Der britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline hat jüngst vor Engpässen bei Einzel- und Mehrfachimpfungen gegen Windpocken gewarnt. Nur sehr wenige Firmen produzieren diese Präparate. Daher wächst landesweit die Furcht vor einem größeren Mangel. Die Behörden versuchen zwar zu beruhigen. Doch Experten sind sich einig: Solche Probleme wird es immer wieder geben, da die Herstellung von Impfstoffen für die Konzerne wenig attraktiv ist. Die Politik will handeln, doch viel Einfluss hat sie nicht.

„Lieferengpässe bei Impfstoffen können vor allem wegen der Komplexität der Herstellung und der Prüfungen immer wieder einmal vorkommen“, betont eine Sprecherin des für die Zulassung von Impfstoffen zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI). Derzeit seien allerdings weder die Zahl noch die Dauer der Ereignisse besonders auffällig, beruhigt sie.

GlaxoSmithKline (GSK) kann momentan wegen Qualitätsproblemen in einem Werk in Belgien einen Einzelimpfstoff gegen Windpocken sowie ein Vierfach-Mittel gegen die Kinderkrankheiten Masern, Mumps, Röteln und Windpocken nicht liefern. Bei letzterem ist GSK der einzige Anbieter in Deutschland. Der Wettbewerber Sanofi Pasteur MSD, der ebenfalls Anti-Windpocken-Präparate produziert, hat erklärt, den Ausfall nicht vollständig ausgleichen zu können. Frühestens im zweiten Quartal wollen die Briten wieder lieferfähig sein. Das PEI hat mit dem Robert-Koch-Institut und der Ständigen Impfkommission (STIKO) Pläne erarbeitet, wie bis dahin die noch verfügbaren Reserven eingesetzt werden sollten.

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