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08.11.2013

16:50 Uhr

Posaunen und Kerzen

Berlin erinnert an Mauerfall vor 24 Jahren

Kein anderes Ereignis hat die deutsche Nachkriegsgeschichte so sehr geprägt wie die Teilung in Ost und West. Am Wochenende erinnern die Berliner an den Mauerfall und seine bis heute nachwirkende Symbolkraft.

Der Tag nach der Nacht des Mauerfalls: Menschen stehen auf der Mauer vor dem Brandenburger Tor. ap

Der Tag nach der Nacht des Mauerfalls: Menschen stehen auf der Mauer vor dem Brandenburger Tor.

BerlinAn der Gedenkstätte Berliner Mauer wird am Samstag an den Mauerfall vor 24 Jahren erinnert. Nach einem Posaunenruf und einer Andacht in der Kapelle der Versöhnung werden zum Gedenken an die Opfer an der innerdeutschen Grenze Kerzen entzündet. In der Mauergedenkstätte Bernauer Straße soll in Anwesenheit von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit vor allem die internationale Bedeutung des Mauerfalls gewürdigt werden.

„Der Mauerfall 1989 mahnt uns bis heute, wie hoch der Wert der Freiheit ist“, erklärte Wowereit am Freitag. „Die Berlinerinnen und Berliner denken bis heute mit Freude an den Fall der Mauer. Unsere Stadt begann an diesem Tage wieder zusammenzuwachsen.“ Die Freude darüber könne jedoch nicht ungetrübt sein. „Wir gedenken auch der Menschen, die an der Mauer ihr Leben oder ihre Gesundheit verloren haben.“

Am Mauer-Gedenkort in der Bornholmer Straße im Berliner Bezirk Pankow wird am Samstagabend eine Zeremonie nachgeholt: Der Ort heißt seit einiger Zeit Platz des 9. November, und nun wird hier auch ein entsprechendes Straßenschild aufgestellt. Die Berliner Mauer war nach Massenprotesten und Massenfluchten von DDR-Bürgern am 9. November 1989 gefallen. Das SED-Politbüromitglied Günter Schabowski hatte seinerzeit auf einer Pressekonferenz fast beiläufig die Öffnung der DDR-Grenzen verkündet.

Von

dpa

Kommentare (1)

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A.Boeing

08.11.2013, 19:47 Uhr

Tja... Wir alle dachten damals, die Mauer wäre gefallen. Aber heute, wenn man sich umschaut und sieht die gleiche Verlogenheit der politischen Klasse, das DDRhafte Streben nach Gleichmacherei, die Hetze gegen die Leistungsträger dieser Gesellschaft, die Sozialisierung der Verluste aus der neuer Planwirtschaft (Stichwort Energiewende) und schließlich Brüsseler Politbüro (alte Männer, die niemand gewählt hat und die sich anmaßen, im Namen einer lebensfremder und nicht realisierbaren Schnapsidee namens "Vereintes Europa" den Verlauf der Geschicke ganzer Völker zu andern),
dann fragt man sich: ist die Mauer gefallen oder hat sie sich nur verschoben und um das ganze Land gelegt? Sind wir vielleicht alle drinnen, und nicht in der Freiheit?

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