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27.01.2014

10:32 Uhr

Preissteigerung

Heizkosten steigen schneller als die Löhne

Die Heizkosten sind in den vergangenen Jahren deutlich schneller gestiegen als die Einkommen. Die Grünen fordern eine Gesamtstrategie von der Regierung.

Teures Vergnügen: Wer es warm haben will, muss immer tiefer in die Tasche greifen. dpa

Teures Vergnügen: Wer es warm haben will, muss immer tiefer in die Tasche greifen.

BerlinDie Kosten für Heizung und Warmwasser sind für einen durchschnittlichen Haushalt zwischen 2002 und 2012 um 43 Prozent gestiegen, während die Löhne im gleichen Zeitraum nur um 17 Prozent anwuchsen. Damit stieg auch der Anteil, den ein Vier-Personen-Haushalt von seinem Nettoeinkommen für Energiekosten ausgibt, von 2,8 Prozent im Jahr 2002 auf rund 3,9 Prozent im vergangenen Jahr, wie aus einer am Samstag bekannt gewordenen Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Grünen-Anfrage hervorgeht. Einkommensschwache Haushalte mussten einen noch höheren Teil ihres Nettoeinkommens für Energiekosten aufwenden, 2013 waren es demnach rund 6,5 Prozent.

Ursache für die Explosion der Energiepreise ist vor allem der starke Anstieg des Heizölpreises. Dazu kommt das zum Teil hohe Alter der Heizungsanlagen, das den Energieverbrauch erhöht. Nach der Antwort des Umweltministeriums, sind gut 20 Prozent der Ölfeuerungsanlagen älter als 21 Jahre, weitere 8,5 Prozent sogar älter als 29 Jahre. Bei den Gasfeuerungsanlagen sind 14,3 Prozent älter als 21 Jahre und 4,7 Prozent älter als 29 Jahre.

Die Grünen forderten die Bundesregierung auf mehr zu tun, um alte Heizanlagen zu sanieren. Angesichts der Tatsache, das etwa jede dritte Ölheizung über 20 Jahre alt sei, „heizen wir buchstäblich das Geld zum Fenster hinaus“, kritisierte die Grünen-Umweltexpertin Bärbel Höhn.

Die Bundesregierung habe keine Gesamtstrategie, wie sie den extremen Preissteigerungen begegnen will. „Die Teuerung deutlich über der Lohnentwicklung überfordert gerade einkommensschwache Haushalte“, sagte Höhn.

Von

afp

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

27.01.2014, 11:11 Uhr

Nicht nur die Heizkosten, auch die Lebensmittelpreise, die Stromkosten, nicht zu vergessen die Mieten. Alles was eben die arbeitenden Bürger betrifft, dort insbesondere die Millionen Niedriglöhner.

HofmannM

27.01.2014, 11:28 Uhr

Die Gesamtstrategie einer vernünftigen Energiepolitik haben doch erst diese Grünsozialisten mit der wohlstandsvernichtenden und kostentreibenden Energiewende/EEG verhindert!
Energiewende/EEG/Energieeinsparparolen = Armut und Mangel für eine Gesellschaft!
Schafft endlich dieses perfide und asoziale EEG ab und kehrt von dieser grünen Ideologie einer Energiewende um! Danke!

Account gelöscht!

27.01.2014, 11:39 Uhr

Wenn ich mir ansehe, wie lange das Merkel nun an der Macht ist, kann es an Rot/Grün kaumnoch liegen.

Vielmehr scheint es so, das zum einen die Sabotagemaßnahmen von schwarz-gelb wie auch die Geschenke an die Konzerne Früchte tragen.

So werden weiterhin Stromkundengelder für das Nichtanschließen von Windparks bezahlt, die Netze werdenden Betreiber nun nochmal subventioniert (nachdem sie die Netzentgelde der Kunden in den letzten Jahrzehnten nicht investiert sondern als Gewinne veruntreut haben) und auch die Ausnahmen für Golfplätze &Co. sind fragwürdig.
Gleichzeitig wird die private dezentrale Stromerzeugung durch die Kunden (mittels Gas) sabotiert, obwohl dies den höchsten Wirkungsgrad hat. Warum wird dies nicht gefördert? Das schmälert eben die Konzerngewinne von EON &Co.

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