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15.11.2013

06:00 Uhr

Prognose

EEG-Umlage soll 2015 auf sieben Cent steigen

Die vier großen Netzbetreiber veröffentlichen am Freitag ihre Prognose für die Ökostromumlage 2015. Schon vorher hieß es, die Umlage könne auf bis zu sieben Cent pro Kilowattstunde zulegen.

Die Verbraucher könnten für die EEG-Umlage künftig sieben Cent pro Kilowattstunden zahlen. dapd

Die Verbraucher könnten für die EEG-Umlage künftig sieben Cent pro Kilowattstunden zahlen.

BerlinDie Umlage zur Förderung des Ökostroms wird für die Verbraucher einer Prognose der Netzbetreiber zufolge wohl weiter steigen. Die Haushalte müssten demnach 2015 zwischen 5,85 und 6,86 Cent pro Kilowattstunde Strom zahlen, sagten zwei mit den Zahlen Vertraute am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Für 2014 sind bereits 6,24 Cent festgelegt. Dies bedeutet eine Belastung für den Durchschnittshaushalt von rund 250 Euro im Jahr. Der Prognose zufolge könnte sie dann auf bis zu etwa 280 Euro klettern.

Was ist die größte Baustelle bei der Energiewende?

Union und SPD haben allerdings in den Koalitionsverhandlungen eine Reihe von Reformen vereinbart, um die Stromkosten zu dämpfen. Sie sollen im Wesentlichen 2015 greifen. Über die Umlage finanzieren die Verbraucher die Differenz zwischen den garantierten Abnahmepreisen für Ökostrom und dem niedrigeren Marktpreis an der Strombörse.

Die vier großen Netzbetreiber, die die Umlage festlegen, wollen die Prognose für 2015 am Freitag veröffentlichen. Ein Firmensprecher wollte sich am Donnerstag daher nicht zu der genannten Spanne äußern.

Von

rtr

Kommentare (11)

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vandale

15.11.2013, 08:08 Uhr

Wie üblich hat man bewusst zu niedrige Zahlen hinsichtlich der Belastung der Haushalte angegeben.

Bei Gesamtkosten der Energiewende von dann ca. 35 Mrd. € aus der EEG Umlage von dann ca. 25 Mrd. €, Netzausbaukosten, EKF Fonds, 1% KfW Darlehen und ca. 40 Mio. Haushalten errechnen sich netto 1142 €/Haushalt und Jahr.

Da die Nettokosten mit Gemeinkosten, Marge, Steuern und MwSt. belastet werden kann die Belastung der Haushalte real etwa 2400 €/Jahr erreichen.

Vandale

PS: Da Gewerbe, Industrie und staatliche Einrichtungen keine himmlischen Konten haben, geben diese die Oekostromkosten mit entsprechenden Aufschlägen an die Kundschaft weiter. Diese Kosten sind in den meinerseits genannten Zahlen inkludiert.

PS2: Die Kosten der CO2 Zertifikate sind in den obigen Zahlen nicht inkludiert.

laika0231

15.11.2013, 08:53 Uhr

Die Übertragungsnetzbetreiber sind gemäß § 3 Absatz 2 AusglMechV verpflichtet, bis zum 15. Oktober eines Kalenderjahres die EEG-Umlage für das folgende Kalenderjahr zu ermitteln und zu veröffentlichen. Sie sind nicht verpflichtet, eine Prognose über das kommende Jahr hinaus abzugeben. Warum sie das machen bleibt offen, könnte aber mit den Koalitionsverhandlungen in Berlin zusammenhängen.

Account gelöscht!

15.11.2013, 08:56 Uhr

Nicht nur der Wahnsinn der Energiewende geht ungebremst weiter, auch die durch die Energiewende herbeigeführte wirtschaftliche Katastrophe nimmt langsam Fahrt auf. Sie wird sich wohl in absehbarer Zeit lawinenartig beschleunigen.

Ein Beispiel: Der Chef des Schweizer Chemiekonzerns Kottmann erklärt heute in einem Interview mit der Wirtschaftswoche, dass sein Unternehmen nicht daran denkt, auch nur einen Cent in Deutschland zu investieren.

Zur Begründung verweist er nicht zuletzt auf die deutschen Energiepreise. Er scheut sich auch nicht, im Zusammenhang mit der deutschen Energiepolitik von "Wahnsinn" zu sprechen. Recht hat er.

Hier der Link zum Interview:

http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/clariant-manager-kottmann-wir-investieren-lieber-in-den-usa/9046244.html

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