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05.03.2014

17:26 Uhr

Protest-Aktionen

Greenpeace demonstriert gegen alte Kernkraftwerke

An sechs Akw-Standorten in Europa haben Greenpeace-Aktivisten gegen Atomkraft demonstriert. Sie forderten das sofortige Aus für Kraftwerke, die länger als 30 Jahre am Netz sind. Diese seien "tickende Zeitbomben".

Spektakuläre Aktion in Schweden

Greenpeace schickt Atomkraftwerk in Rente

Spektakuläre Aktion in Schweden: Greenpeace schickt Atomkraftwerk in Rente

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Etliche europäische Atomkraftwerke nähern sich nach Darstellung von Greenpeace inzwischen dem Ende ihrer technischen Lebensdauer und stellen so eine immer größere Sicherheitsgefahr dar. "Europa betritt eine neue Ära des atomaren Risikos", erklärte die Umweltschutzorganisation am Mittwoch mit Blick auf eine Expertenstudie, der zufolge das Durchschnittsalter der Meiler inzwischen bei 29 Jahren liegt. An Akw in sechs Ländern protestierten rund 240 Greenpeace-Aktivisten.

Die international tätige Organisation forderte den Ausstieg aus der Atomkraft und das sofortige Aus für Reaktoren, die ihre sogenannte Auslegungslebensdauer erreicht hätten. Diese liegt nach dem für Greenpeace verfassten Gutachten des Öko-Instituts bei 30 bis 40 Jahren. Von den etwa 150 aktiven Akw in der EU und benachbarten Ländern seien heute bereits 66 älter als 30 Jahre, sieben sogar älter als 40 Jahre. Oftmals seien Laufzeit-Verlängerungen auf 50 bis 60 Jahre geplant.

Statt über Abschaltungen der entsprechenden Anlagen werde in vielen Ländern auf Betreiben der Akw-Eigner aber über Laufzeitverlängerungen und eine Steigerung der Leistung diskutiert, kritisierte Greenpeace. "Die überalterten Atomkraftwerke sind tickende Zeitbomben. Der Weiterbetrieb ist absolut unverantwortlich", warnte Atom-Experte Heinz Smital.

Bei ihren Aktionen drangen Greenpeace-Aktivisten am Mittwoch unter anderem auf das Gelände des Schweizer Atomkraftwerks Beznau vor und entrollten Banner mit der Aufschrift "The End" (Das Ende). Etwa hundert Menschen beteiligten sich an dem Protest. Beznau ist mit 45 Jahren nach Greenpeace-Angaben das älteste laufende Akw der Welt. Am belgischen Reaktor Tihange, dessen Laufzeit demnach gerade auf 50 Jahre verlängert wurde, versammelten sich parallel mehrere Dutzend Aktivisten.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

06.03.2014, 08:14 Uhr

Schmeißt diese Greenpeace Jünger endlich aus Europa raus!
Diese Erpressungs- und Abzockertruppe an der deutschen und europäischen Bevölkerung gehört schon längst an den Pranger gestellt.
Gegen Kernkraft protestieren aber selbst in einer Gesellschaft leben wollen, die mit der Kernkraft, Kohlekraft und Gaskraft erst zu Wohlstand gekommen ist.
Ohne die Kraftwerke (Kohle und Uran) wäre es für Greenpeace, WWF und Co. überhaupt nicht mehr Lustig und diese Mafiaorganisationen könnten ihren Luxus und ihr modernes Leben vergessen. Greenpeace und Co. fallen nur durch Randale, Erpressung, Lügen und Angstpropaganda auf. Aufklärung und Wissen ist diesen Mafiaorganisationen einen Fremdwort gleich.

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