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26.08.2013

06:00 Uhr

Rezession

Wie viele Jahre hat die Krise Europa zurückgeworfen?

Die Wirtschaft in der Euro-Zone zieht zwar wieder an, doch die Verluste haben die Mitgliedsländer längst noch nicht wieder wettmachen können. Andere Weltregionen haben in der Zwischenzeit rasant aufgeholt.

Portugal: 14 Jahre hat das Land mit der Krise verloren. Reuters

Portugal: 14 Jahre hat das Land mit der Krise verloren.

Nach langer Zeit hatten Europas Statistiker zuletzt endlich wieder eine gute Nachricht zu vermelden: Die Wirtschaft der Euro-Zone ist im zweiten Quartal wieder gewachsen – und das selbst, wenn man den Anteil der starken deutschen Ökonomie herausrechnet.

Die Rezession ist also vorbei, und Europa kann aufatmen. Mehr aber auch nicht: Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf wird am Ende des Jahres wahrscheinlich rund 28.700 Euro betragen. Rechnet man die Inflation heraus, ist das aber weniger als im Jahr 2006. Der Währungsraum hat also sieben Jahre verloren – in Spanien sind es sogar zehn, in Griechenland 13 und in Portugal 14 Jahre. Italien hatte sogar im Jahr 1997 schon einmal ein höheres Pro-Kopf-BIP als heute.

Während Europa sieben Jahre lang stagnierte, konnten andere Weltregionen rasant aufholen: So wuchs die Wirtschaftsleistung pro Kopf in Russland um knapp ein Viertel, in Indien fast um die Hälfte und in China sogar um gut 85 Prozent. In Preisen von heute hätte ein Chinese im Jahr 2006 im Schnitt 4.400 Euro erwirtschaftet, heute dagegen wären es bereits 8.300. Europas Vorsprung schrumpft also.

Kommentare (4)

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26.08.2013, 07:09 Uhr

"In Preisen von heute hätte ein Chinese im Jahr 2006 im Schnitt 4.400 Euro erwirtschaftet, heute dagegen wären es bereits 8.300. Europas Vorsprung schrumpft also."

Ja und?
Trotzdem habe ich hier in Spanien eine bessere Lebensqualität als in Katar, dem Land das wohl das höchste BIP hat.
Rezession ist nicht per se was Schlechtes, "nur" für die Finanzhaie, die einen Herzkaspar bekommen weil die Notenbanken nicht mehr soviel drucken wollen.

Das sind "Naturgesetze" einer künstlich geschaffenen Welt, deren Ressourcen aus Druckmaschinen für Scheine bestehen, und menschliche Ressourcen vernachlässigen, während die Erde zusätzlich ausgebeutet wird.
Ein Pro-Kopf BIP sagt nichts wirklich aus. Ein Gesundheitswesen das die Schäden dieser künstlichen Welt reparieren soll, schon eher. Je mehr Menschen "repariert" werden müssen, desto besser gehts den Profiteuren dieses Systems. Aus monetärer Sicht, der Rest zählt scheinbar sowieso nicht.

werner

26.08.2013, 09:35 Uhr

wo ist denn das nst dieser bekloppten hunde .die eurokriese ist im zentrifugentakt und im vollen gange;alle augenblicke hoeren und sehen wir schreckensnachrichten und sehen immer mehr geldblasen,immobilienblasen,auf pump aufgeblasene aktienblasen,also eine blase nach der anderen
und diese hundsfott reden die kriese waere vorbei.

Cassandra

26.08.2013, 17:09 Uhr

Die Assetinflationsblase beginnt gerade weltweit zu platzen und das Handelsbild phantasiert von einem Ende der Krise - lachhaft. John Laws Finanzsystem hat noch nie in der Geschichte funktioniert und ähnlich wie damals, stellt nun die Zentralbankster und ihre Gelddrogenabhängige Zombiebanken verwundert fest, dass das Kapital ein flüchtiges Reh ist. Der Draghödie letzter Akt Rund um das draghische Schuldgeld beginnt in Europa und die Nemesis wird schon bald den vollkommen der Hybris verfallen Anithelden des billigen Geldes ereilen.

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