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19.11.2013

06:00 Uhr

Rohstoffe

Warum ist der Gaspreis an den Ölpreis gekoppelt?

Seit Jahrzehnten ist der Gaspreis an den Ölpreis gebunden. Trotzdem lagen die Preise oft auseinander. Inzwischen steht die Kopplung in der Diskussion – weil sich der Energiemarkt stark verändert hat.

Der Öl- und der Gaspreis sind seit den 1960er Jahren aneinander gekoppelt. dpa

Der Öl- und der Gaspreis sind seit den 1960er Jahren aneinander gekoppelt.

Die Koppelung von Gas- und Ölpreisen stammt aus den 1960er-Jahren. Gas war damals noch nicht als Energiequelle etabliert. Auch fehlte eine Infrastruktur, um das Gas vom Produzenten zum Verbraucher zu transportieren. Durch die Bindung der Gas- an die Ölpreise, die auf rein privatwirtschaftlichen Verträgen beruhte, erhielten die Lieferanten eine Garantie dafür, dass sich ihre immensen Investitionen in Pipelines und Förderanlagen auch lohnten.

Gleichzeitig sollten die Kunden für Gas aber nicht mehr bezahlen als für Öl. Trotzdem wiesen die Preistrends in der Folge oft auseinander, weil der Gaspreis den Ölnotierungen erst mit sechs Monaten Verspätung folgte.

Inzwischen wird allerdings mehr und mehr von der Koppelung abgerückt. Nicht zuletzt, weil sich der globale Energiemarkt gravierend gewandelt hat. So ist der Erdgas-Anteil am Energieverbrauch inzwischen auf knapp ein Viertel gestiegen. Der Anteil des Erdöls ist dagegen von knapp der Hälfte Mitte der 70er-Jahre auf heute nur noch ein Drittel gefallen. Dank neuer Fördermethoden, wie etwa Fracking, gibt es in einigen Ländern bereits eine Gasschwemme – mit entsprechend niedrigen Preisen.

Kommentare (3)

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vandale

19.11.2013, 07:58 Uhr

Die grossen Erdgasleitungen Russland - Westeuropa wurden in den 70er Jahren geplant und dann später errichtet. Die Investitionen wurden über viele Jahre durch Erdgaslieferungen finanziert. Seinerzeit herrschte in Europa und den USA Inflation mit teils 2-stelligen Raten. Hauptwettbewerber des Erdgases war leichtes und schweres Heizöl.

Die Russen hatten Angst mit entwertetem Geld bezahlt zu werden. Die Europäer hatten Angst mit extremen Preisforderungen konforntiert zu werden sobald sie vom russischen Gas abhängig sind.

So lag es nahe den Erdgaspreis an den Erdölpreis zu knüpfen.

Vandale

jue.hengstmann@gmail.com

19.11.2013, 12:24 Uhr

Es ist nichts dagegen einzuwenden,wenn der höhere Gewinn
beim Erdgas in die Entwicklung von Stromenergie genutzt
wird,um der Preisexplosion im Stromgeschäft Einhalt zu bieten.
Jürgen Hengstmann

Account gelöscht!

19.11.2013, 13:37 Uhr

Zitat : um der Preisexplosion im Stromgeschäft Einhalt zu bieten

- die Preisexplosion im Stromgeschäft resultiert auf dem Aufbau einer doppelten, unnützen Stromversorgung in Deutschland mittels nutzloser, unrentabler, zufälliger Energieträger wie Wind und Sonne !
Der Stopp dieser Verschwendung des Volksvermögens ( Anzucht von Subventionsschmarotzern auf Kosten der Stromverbraucher mit Umlagen des Nonsens auf die Strompreise ) kann nur dadurch erfolgen, in dem man diese Energiewende unverzüglich stoppt !

Alles andere ist Flickschusterei und ein unnützes Herumdoktern an den Symptomen, ohne die Ursache zu eliminieren !

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