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30.09.2013

06:00 Uhr

Schadensfälle

Wie versichern sich Rückversicherer?

Wenn wie in diesem Jahr in Deutschland viele Flüsse über die Ufer treten und es zu Hochwasser kommt, springen für die Schäden meist Rückversicherer ein. Diese besorgen sich das Geld dafür aus mehreren Quellen.

Warnschild in Dresden im vergangenen Juni: Bei Naturkatastrophen wie Hochwasser sind springen Rückversicherer ein. dpa

Warnschild in Dresden im vergangenen Juni: Bei Naturkatastrophen wie Hochwasser sind springen Rückversicherer ein.

Bei einem Rückversicherer – etwa Munich Re, Swiss Re oder Hannover Re – sichern sich gewöhnliche Versicherungskonzerne ab. Meist wird vereinbart, dass der Rückversicherer ab einer bestimmten Schadenhöhe für einen bestimmten Schaden einspringt, etwa wenn die Kosten für ein Hochwasser in die Höhe schießen, wie in diesem Frühjahr. So hatte sich die Allianz beispielsweise bei einem Rückversicherer abgesichert, dass dieser alle Schäden über 350 Millionen Euro übernehmen muss.

Der Rückversicherer selbst zahlt dies aus der eigenen Kasse. Dafür greift er auf die zuvor eingenommenen Beitragsprämien zurück. Er kann dafür aber auch Geld am Kapitalmarkt einsammeln, häufig über so genannte Katastrophen-Anleihen oder auch Cat-Bonds. Großanleger wie Hedgefonds oder Pensionsfonds zeichnen diese Anleihen. Kommt es nicht zur Naturkatastrophe, erzielen sie für ihr Geld eine hohe Rendite. Deswegen sind in Zeiten niedriger Zinsen wie momentan derartige Papiere gefragt.

Zieht aber doch der befürchtete Wirbelsturm über die USA oder der Taifun über Japan, wird das Geld der Anleger zur Begleichung der Schäden verwendet. Und zu guter Letzt gibt es noch eine weitere Möglichkeit für den Rückversicherer, sich zu versichern: Bei einem anderen Rückversicherer. Auch Rückversicherer stehen also nicht alleine da.

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