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13.12.2013

17:32 Uhr

Schienenverkehr

Bahn erhöht Preise zum Fahrplanwechsel

Die Bahn wechselt am Sonntag ihre Fahrpläne. Damit steigen auch die Preise – aber nicht unbedingt sofort und auch nicht für alle Reisen. Es kommt darauf an, wann man bucht und wohin man will.

Reisende am Münchener Hauptbahnhof: Fahrplanwechsel und Preiserhöhungen ab Sonntag. dpa

Reisende am Münchener Hauptbahnhof: Fahrplanwechsel und Preiserhöhungen ab Sonntag.

BerlinMit dem Fahrplanwechsel an diesem Sonntag wird das Bahnfahren wieder teurer. Im Durchschnitt erhöht die Deutsche Bahn die Preise im Nahverkehr um 2,9 Prozent, im Fernverkehr um 1,3 Prozent. Bahnfahrer können aber noch bis Samstag (14. Dezember) Fahrscheine zum alten Preis kaufen - für Reisen, die bis Mitte März angetreten werden, wie das Unternehmen mitteilte.

Auf allen Strecken, die auf den Linien Köln-Berlin und Düsseldorf-Berlin liegen, bleibt es auch danach beim alten Preis. Diese Verbindungen waren von Mitte Juni bis Anfang November von langen Umleitungen betroffen - als Folge einer Streckensperrung während des Elbe-Hochwassers. Die Bahn hofft, mit dem Verzicht auf eine Preisanhebung mehr Kunden an sich binden zu können. Inhaber von Zeitkarten und der Bahncard 100, die ein Jahr lang zu beliebig vielen Zugfahrten berechtigt, zahlen auch nicht mehr. So kommt die Bahn für Fernzüge auf eine durchschnittliche Preissteigerung von 1,3 Prozent, während im Fernverkehr reguläre Fahrscheine 2,5 Prozent teurer werden.

Ab Sonntag bietet die Bahn neue Fernzugverbindungen an. Auf der Strecke von Emden nach Bremen können Reisende erstmals auch IC-Züge mit Nahverkehrsfahrscheinen nutzen. Der Mangel an Zügen zwingt das Unternehmen auch zum Verzicht: Bis Mitte April werden einige ICE zwischen Bremen und Hannover nicht fahren.

Zwei von 16 bei Siemens bestellte neue ICE sind derzeit für Tests und Schulungen unterwegs. Das Eisenbahn-Bundesamt hat sie aber noch nicht für Fahrten mit Passagieren zugelassen, wie ein Bahnsprecher am Montag sagte. Das Unternehmen hoffe, die dringend benötigten Züge bald in seine Reserveflotte aufnehmen zu können. Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser nannte die jahrelange Lieferverzögerung bei den ICE vor wenigen Tagen eine „Mega-Peinlichkeit“.

Im Raum Leipzig/Halle verbinden künftig sechs neue S-Bahn-Linien die Zentren mit den Umland. Möglich wird dies durch den neuen City-Tunnel in Leipzig. Dank der neuen Nord-Süd-Achse verkürze sich die Gesamtfahrzeit auf einigen Strecken um bis zu 40 Minuten, kündigte die Bahn an.

Wegen umfangreicher Umbauten am Knotenpunkt Leipzig ändert sich auch die Linienführung im Fernverkehr zwischen Dresden und Frankfurt am Main. So fahren von Frankfurt-Flughafen über Frankfurt-Süd nach Leipzig und Dresden ab Sonntag im Zwei-Stunden-Takt ICE statt Intercitys. Die Städte Bad Hersfeld, Gotha, Weimar und Naumburg erhalten damit wieder regelmäßige ICE-Anschlüsse.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Oldiebutgoldie

15.12.2013, 14:45 Uhr

Zulassungsverfahren schnell zu beenden. „Die Festlegung des genauen Termins der Zulassung erfolgt durch das Eisenbahn-Bundesamt und liegt außerhalb unseres Verantwortungsbereichs.“

Jeder, sollte das genau lesen. Das ist eine Aussage mit Sprengkraft. Denn, wenn dann etwas passiert, glaubt der "Hersteller" fein heraus zu sein. Druck auf das EBA über die Öffentlichkeit?

Zum Anderen über die Personalsituation der DB. Schauen Sie sich einmal deren Webseite, für das Personal an. Ob dort jemand etwas findet, der sich mit den überflüssigen Anglizismen nicht auskennt, wage ich zu bezweifeln. Sollten, vor Weihnachten, bei der Bahn noch Unterstützung gebraucht werden, wie von Quereinsteigern, Arbeitslosen Menschen oder Leuten auf Zeit, dann muss man diese völlig anders ansprechen. Solange aber solche Seiten nur der Reputation dienen, wirken sie abwehrend.

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