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13.08.2013

06:00 Uhr

Schrumpfende Vorräte

Wie lange reicht die Weltölreserve noch?

Alle reden vom Ende des Ölzeitalters – und das schon seit den siebziger Jahren. Haben die Propheten der damaligen Zeit sich geirrt? Oder müssen die Menschen ihren Verbrauch bald einschränken?

Öl-Pipeline in den USA: Tatsächlich sind die Reserven nicht gesunken, sondern stetig gestiegen. AFP

Öl-Pipeline in den USA: Tatsächlich sind die Reserven nicht gesunken, sondern stetig gestiegen.

Im April 1977 rief US-Präsident Jimmy Carter in einer Fernsehansprache dazu auf, den Energieverbrauch angesichts der rapide schrumpfenden Erdölvorräte einzuschränken. „Die Anstrengung wird zum moralischen Äquivalent eines Krieges“, prophezeite er. Auch der Club of Rome orakelte damals: „In spätestens 30 bis 40 Jahren gibt es kein Erdöl mehr.

Doch statt zu schrumpfen, sind die weltweit nachgewiesenen Öl- und Gasreserven stetig gestiegen. Nach Schätzungen des Energiekonzerns BP lagen die weltweiten Ölvorkommen Ende 2012 mit 235,8 Milliarden Tonnen gut 20 Prozent höher als zehn Jahre zuvor.

Bei unverändertem Verbrauch würden sie noch 57 Jahre reichen. Dabei werden ständig neue Vorkommen entdeckt. In Süd- und Mittelamerika, einer Region, die 1980 für die Ölwirtschaft noch ohne Bedeutung war, lagern inzwischen die zweitgrößten gesicherten Reserven der Welt.

Zudem ermöglichen neue Techniken wie etwa Tiefseebohrungen und der Einsatz des Fracking die Erschließung von Vorkommen, die zuvor unerreichbar waren. Wie lange die – stetig wachsende – Weltölreserve noch reicht, bleibt auch künftig vor allem eine Frage der technischen Möglichkeiten und der damit verbundenen Kosten-

Kommentare (28)

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Rudi

13.08.2013, 06:55 Uhr

Es kommt hier nicht nur auf die Reserveren an. Was ist mit dem Verbrauch?
Zudem sind Reserven zu unterscheiden. Wenn man sich wirklich mit diesem Thema des Peak Oil auseinandersetzt wird man feststellen dass es bald zu ende geht.

Simple Mathematik verrät dass beispielsweise Exxons Prognosen nicht stimmen können.

k.reiff@gmx.de

13.08.2013, 07:03 Uhr

Das Ölreserven genügend vorhanden sind und die Wissenschaft sich in der Vergangenheit irrte zeigt doch wie die Technik fortschreitet auf dem Weg Energien für die Zukunft sicher zu stellen.
Es wundert mich jedoch nicht das Sie Fracking als eine gute Alternative erwähnen. Ich hatte schon öfter den Eindruck das Ihnen jede Methode zur Gewinnung von Energie - abgesehen von alternativen Methoden - recht ist.
Man gewinnt den Eindruck das über Energiepolitik bei Ihnen nur die ewig Gestrigen schreiben oder aber die Nähe zur Atomwirtschaft durch wirtschaftliche Interessen den Blick für das, was die Bevölkerung will, verfälscht.
Bei Ihren Berichten zur Energiewende, die im Grunde verteufelt wird, kann man leider nur Einseitigkeit feststellen. Der Wunsch der Bevölkerung ist Ihnen egal, 82 % wollen noch immer ohne Atomkraft auskommen, aber Sie stellen alles so dar als ob diese Wende nicht mehr gewünscht wird wegen steigender Energiepreise.
Schade für eine solche einseitige und negative Berichterstattung.(...)

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Chico12

13.08.2013, 07:46 Uhr

..."wie lange die – stetig wachsende – Weltölreserve noch reicht"... wie kann auf einem räumlich begrenzten Planeten eine Reserve stetig wachsen???

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