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03.07.2013

06:00 Uhr

Schrumpfendes Vermögen

Wie schnell vernichtet die Inflation unser Erspartes?

Die Zinsen auf einem durchschnittlichen Tagesgeldkonto sind niedriger als die Inflationsrate – und das nicht erst seit gestern. Ist unser Erspartes damit in Gefahr, oder sind alle Sorgen unbegründet?

Scheine und Münzen in einem Geldstrumpf: Ein Rest bleibt immer. dpa

Scheine und Münzen in einem Geldstrumpf: Ein Rest bleibt immer.

Für die Werthaltigkeit unserer Ersparnis sind zwei Faktoren entscheidend. Die Preissteigerung und der Zins, den der Sparer für sein Erspartes bekommt. Liegt die Inflationsrate oberhalb der Zinszahlung, verliert der Sparer.

Auf einem durchschnittlichen Tagesgeldkonto bekommt der Sparer 0,47 Prozent Zinsen. Der Anstieg der Verbraucherpreise aber liegt auf das Jahr gerechnet bei 1,8 Prozent. Innerhalb von 52,7 Jahren würden aus 10.000 Euro zwar auf dem Papier 12.804 Euro – in Preisen von heute wären sie aber nur noch 5000 Euro wert. Bei einer Inflationsrate von 3,6 Prozent wäre der Wert schon nach 22 Jahren und sieben Monaten halbiert. Nach 75 Jahren wäre nur noch ein Zehntel übrig.

Seit mehr als drei Jahren sind die Zinsen auf einem durchschnittlichen Tagesgeldkonto kleiner als die Inflationsrate, wie Bundesbank-Daten zeigen. Anlage-Experten sprechen deshalb von einer lautlosen Enteignung.

Profiteur dieser Entwicklung sind all jene, die hoch verschuldet sind – allen voran die Staaten, die auf diese Weise den Sparer am Entschuldungsprozess beteiligen.

Kommentare (10)

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OleLakshmiMuellerSchabrunski

03.07.2013, 07:29 Uhr

Immer dran denken:

"Gold kann man nicht fressen, Gold zahlt keine Zinsen, Gold ist TOTES KAPITAL"

Dieses Mantra beten wir ab sofort 5 mal täglich!!

Außer, Sie denken selbst, informieren sich selbst und ENTSCHEIDEN sich selbst und lassen sich nicht von einem Anlageverbrater abziehen.

Eddie

03.07.2013, 08:04 Uhr

"Wann vernichtet die Inflation unser Erspartes? Die Zinsen auf einem durchschnittlichen Tagesgeldkonto sind niedriger als die Inflationsrate – und das nicht erst seit gestern. Ist unser Erspartes damit in Gefahr, oder sind alle Sorgen unbegründet?"

Hat das HB den Text versehentlich geloescht oder ist das eine Denksportaufgabe/Raetsel fuer die Leser? Die Antwort auf die Fragen har das HB jedenfalls nicht gegeben...

Jedenfalls ist die Betrachtung der Tagesgeld- oder Sparbuch-Zinsen ist wenig sinnvoll - das sind sicherlich keine geeigneten langfristigen Anlagen (auf Zagesgeldkonten parkt man kurzfristig Geld). Wer sparen und Rendite will, der muss langfristig anlegen (dann gibt es auch mehr Zinsen), am Besten in Sachwerte (Aktien, Fonds, Immobilien), da diese nicht unter Inflation leiden und hoehere Renditen bringen (z.B. Dividenden-Rendite grosser europ. Versorger wie z.B. RWE, Eon, GDF, Iberbrola 8 - 10%). Bei Immobilien kann man zusaetzlich vom niedrigen Zinsniveau bei Hypotheken profitieren...

Account gelöscht!

03.07.2013, 08:59 Uhr

@OleLaks...... Ein völlig unpassender Kommentar ! Erstens passte er überhaupt nicht zum Thema und zweitens, stimmt er nicht. Totes Kapital ist Papiergeld, nicht Gold. Papier kann man auch nicht "fressen", man kauft sich Essen damit, das kann man mit Gold ebenso. Also bitte zuerst denken, dann schreiben!!!!

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