Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.08.2013

06:00 Uhr

Schuldenspirale

Wer brauchte schon weit vor der Euro-Krise IWF-Kredite?

Selbst führende Länder Europas waren schon weit vor den Zeiten der Euro-Krise auf Hilfskredite des IWF angewiesen. Für die Länder war der Gang zum Währungsfonds sicher schmerzhaft – aber letztlich erfolgreich.

Die ausgestreckte Hand eines Bedürftigen: Heute muss Griechenland geholfen werden, doch andere Staaten waren deutlich früher an der Reihe. dapd

Die ausgestreckte Hand eines Bedürftigen: Heute muss Griechenland geholfen werden, doch andere Staaten waren deutlich früher an der Reihe.

Wenn über IWF-Kredite für Europa diskutiert wird, denken die meisten an Griechenland, Portugal oder Irland. Dabei waren selbst führende Länder in Europa schon lange vor der aktuellen Schuldenkrise auf die Hilfe des Währungsfonds angewiesen.

Beispiel Großbritannien: 1976 verloren Investoren das Vertrauen. Die Regierung musste den IWF um Hilfe bitten, der mit 3,9 Milliarden Dollar die bis dahin größte Kreditlinie seiner Geschichte gewährte und dem Land radikale Sparmaßnahmen diktierte. Lange vor Margaret Thatcher legte dies den Grundstein für die Sanierung der britischen Wirtschaft. Dabei wirken die Auflagen im Vergleich noch harmlos: Großbritannien sollte damals ein Sparvolumen in Höhe von 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aufbringen. Die Griechen dagegen sollen bis 2014 ihre Ausgaben um mehr als 13 Prozent des BIP kürzen.

Auch die umstrittenen Hilfsprogramme für Polen, die der IWF nach dem Fall des Eisernen Vorhangs aufsetzte, wirkten sich letztlich positiv aus. Im Hau-Ruck-Verfahren wurden Staatsbetriebe zerschlagen und Investitionsschranken aufgehoben. Bis heute wird von einer „Schock-Therapie“ gesprochen. Sie war rabiat, aber letztlich wirksam.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

21.08.2013, 07:25 Uhr

Was mit Staaten passiert, die die "Hilfe" des IWF ausschlagen sah man in Tunesien. Dort sollte das Trinkwasserprojekt aus eigenen Erdölgeldern finanziert werden, ohne IWF. Neben der Forderung, Öl nur och gegen Gold und nicht mehr gegen diese inflationären Dollar abzugeben, war dies einer der Hauptgründe des Krieges des Westens gegen das Land.

Freidenker

21.08.2013, 10:42 Uhr

Was für ein verlogener Artikel!! Unfassbar! Ist der Journalist ein Rassist?!

Das in GB, in Polen wieder die tiefe Armut herrscht, lässt man einfach weg. Das die Spitze des IWF nur im Auftrage der Reichen handelt, keine Steuern zahlt, bei einme Einkommen von fast einer halben Million, ebenso!

Das HB als Claqueuer des Kapitals ist unerträglich. Journalisten sollten sich hüten, die Massen weiter aufzuhetzen. Das kann ganz schnell nach hinten losgehen.

Mit den Krediten des IWF sind die Länder total verarmt!!!!!!!


Brasil

21.08.2013, 10:58 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×