Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.02.2014

16:09 Uhr

Sechs Fußballfelder groß

Größte Solaranlage auf Wohngebäuden am Netz

Rund 8000 Solar-Elemente glitzern auf 50 Wohngebäuden im Berliner Bezirk Hellersdorf. Zunächst können rund 1000 Mieter den speziellen Stromtarif beziehen.

Die Versorgung von Mietern mit Solarstrom gilt als neuer Trend. dpa

Die Versorgung von Mietern mit Solarstrom gilt als neuer Trend.

BerlinStrom direkt vom Dach - das gibt es in Berlin bald für zahlreiche Mieter. Am Wochenende beginnt in der Hauptstadt die Stromlieferung aus der deutschlandweit größten Solaranlage auf Wohngebäuden. Sie steht im Bezirk Hellersdorf auf 50 Häusern des Wohnungsunternehmens Stadt und Land. Die Mieter können über den Stromversorger Lichtblick einen speziellen, vergleichsweise günstigen Tarif nutzen, der den lokal erzeugten Solarstrom mit anderem Ökostrom kombiniert.

Die bayerische Firma pv-b hat die Anlage gebaut und pachtet die Dachflächen von Stadt und Land. Auf einer Fläche von sechs Fußballfeldern glitzern nun rund 8000 Solar-Elemente. Die Leistung würde laut pv-b reichen, um ein Jahr lang 10.400 Kühlschränke zu betreiben.

Bislang waren Solaranlagen auf Wohngebäuden vor allem ein Fall für Eigenheimbesitzer. Inzwischen interessieren sich aber auch Eigentümer von Mietshäusern dafür. Beispielsweise ist der Lichtblick-Konkurrent Naturstrom am Betrieb mehrerer Sonnenstromanlagen auf Mehrfamilienhäusern bei Heidelberg beteiligt.

Welche der erneuerbaren Energien hat die größten Chancen?

Die Wohnungswirtschaft habe die Versorgung der Mieter mit Solarstrom als neuen Trend entdeckt, urteilt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW). Hintergrund seien auch die gesunkenen Kosten: "Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat die Photovoltaik zu einer der preiswertesten Stromerzeugungsformen gemacht, sodass auch Mieter vom günstigen Solarstrom profitieren können", sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Lichtblick berichtet von großem Interesse an Modellen wie dem in Hellersdorf und will noch in diesem Jahr ähnliche Projekte anschieben.

Der Mieterbund sieht die Entwicklung grundsätzlich positiv. Bisher hätten von der Energiewende vor allem Hauseigentümer profitiert, während Mieter über die EEG-Umlage im Strompreis für die Ökostrom-Förderung zahlten, sagt Mieterbund-Geschäftsführer Ulrich Ropertz. Diese "Gerechtigkeitslücke" könnten Projekte wie das in Hellersdorf etwas schließen.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

27.02.2014, 18:19 Uhr

Der Schaden für unsere Volkswirtschaft/Wohlstand geht damit massiv weiter. Jede Windmühle und jede Solaranlagen mehr - bedeutet auch mehr an Strom- und Lebenshaltungskosten. Das Stromnetz wird dadurch noch unstabiler und die Kraftwerke noch unwirtschaftlicher. Diese EEG/Energiewende Planwirtschaft ala grünen Sozialismus fährt unsere Gesellschaft gerade wegs in eine neue Mangel- und Armutszeit. Schafft endlich dieses perfide und asoziale EEG ab und kehrt damit zur Marktwirtschaft zurück. EEG-Zwangsabgabensubventionen führen zielgerecht in den volkswirtschaftlichen/werteschöpfenden Untergang der deutschen und europäischen Gesellschaft!

Account gelöscht!

28.02.2014, 08:47 Uhr

Für den Betreiber der Anlage ist diese Inbetriebnahme sicherlich ein Erfolgserlebnis. Für die Menschen die die hohen Subventionen bezahlen müssen, ist das eine zusätzliche Belastung. Es ist die Freude eines ...der sich am Schaden seiner Mitmenschen bereichert.


Die Subventionssätze für wertlosen, umweltschädlichen Solarstrom betragen weit über 10c/kWh. Der Strom aus abgeschriebenen, Kernkraftwerken, Braunkohle, Steinkohle kostet im Grundlastbetrieb 2 - 5c/kWh.

Man kann den Strom aus dieser Anlage natürlich formal den Bewohnern des Hauses verkaufen. Real hängt die Anlage am Netz. Es wird wertloser Zufallsstrom der gem. den Launen des Wetters erzeugt wird eingespeist. Aus dem Netz erhält der Bewohner bedarfsgerecht frequenzstabilen Strom.

Account gelöscht!

28.02.2014, 08:48 Uhr

Für den Betreiber der Anlage ist diese Inbetriebnahme sicherlich ein Erfolgserlebnis. Für die Menschen die die hohen Subventionen bezahlen müssen, stellt diese eine Last dar. Es ist die Freude eines ...der sich am Schaden seiner Mitmenschen bereichert.


Die Subventionssätze für wertlosen, umweltschädlichen Solarstrom betragen mehr als 10c/kWh. Der Strom aus abgeschriebenen, Kernkraftwerken, Braunkohle, Steinkohle kostet im Grundlastbetrieb 2 - 5c/kWh.

Man kann den Strom aus dieser Anlage natürlich formal den Bewohnern des Hauses verkaufen. Real hängt die Anlage am Netz. Es wird wertloser Zufallsstrom der gem. den Launen des Wetters erzeugt wird eingespeist. Aus dem Netz erhält der Bewohner bedarfsgerecht frequenzstabilen Strom.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×