Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.09.2013

16:05 Uhr

Sicherheitsprüfung

Japan nimmt einziges noch laufendes Akw vom Netz

Vor dem Gau in Fukushima speiste Japan seinen Strombedarf bis zu zwei Dritteln aus Atomstrom. Für die kommenden Monate wird in dem Land kein Akw in Betrieb sein. Politiker planen allerdings schon die Atom-Renaissance.

Kontrollraum im Kepco-Akw Oi: Alle Reaktorblöcke heruntergefahren. AFP

Kontrollraum im Kepco-Akw Oi: Alle Reaktorblöcke heruntergefahren.

TokioIn Japan ist der einzige noch laufende Atomreaktor heruntergefahren worden. Die schrittweise Abschaltung des Reaktors Nummer vier im Kraftwerk Oi im Westen des Landes habe am Sonntagnachmittag begonnen und endete Montagfrüh, teilte die Betreiberfirma Kansai Electric Power (Kepco) mit. An dem Reaktor sollen in den kommenden Monaten Wartungsarbeiten stattfinden. Japan ist in dieser Zeit somit komplett ohne Atomstrom.

Es ist das zweite Mal seit der Atomkatastrophe von Fukushima im März 2011, dass alle japanischen Atomkrafwerke vom Netz sind. Zuvor war dies bereits einmal von Mai bis Juli 2012 der Fall, als alle Reaktoren für Sicherheitsüberprüfungen nach und nach stillgelegt worden waren. Es war das erste Mal innerhalb von vier Jahrzehnten, dass Japan ohne Atomstrom war. Vor dem Unglück von Fukushima bezog das Land rund ein Drittel seiner Energie aus Atomkraft.

Größere Stromausfälle blieben Japan jedoch erspart. Um den Mangel an Atomstrom auszugleichen, importiert die drittgrößte Volkswirtschaft riesige Mengen Gas und Öl. Allerdings müssen sich die Haushalte und Unternehmen wegen der dadurch drastisch gestiegenen Kosten von bis zu 30 Prozent für die Strombetreiber mit höheren Strompreisen abfinden. Die Industrie passte sich an, indem sie ihre Notstromaggregate aufrüstete und teilweise auf grünen Strom umstellte.

Im Juli 2012 wurden die Reaktoren drei und vier in Oi wieder hochgefahren, aus Angst vor möglichen Engpässen im anstehenden Winter. Reaktor drei war Anfang dieses Monats für Wartungsarbeiten vom Netz genommen worden, nun folgte Reaktor vier. Der Termin für eine Wiederinbetriebnahme des Kraftwerks ist offen, bis zum Jahresende werden die Arbeiten aber voraussichtlich mindestens dauern.

Seit dem Atomunglück von Fukushima am 11. März 2011 gelten für die Atommeiler in Japan verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Zudem gibt es eine heftige öffentliche Debatte über die Energiepolitik, die Mehrheit der Bevölkerung will eine Abkehr von der Atomkraft.

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

16.09.2013, 13:49 Uhr

Hier mein Kommentar für einen anderen Artikel(Windreich)vom 10.9.2013 1:19, der weder gelöscht!? noch kommentiert wurde!!
@PikAs: Sie schreiben: "Wegen eines Erdbebens der Klasse 9 und einem Tsunami in Japan hat unsere Regierung, um Stimmen einzufangen, den Verstand verloren."
Darf ich dazu ganz bescheiden folgendes feststellen:
1. Das Erdbeben, welches die japanische Stadt Kobe 1995 komplett verwüstete hatte die Stärke von 6,8 und war das schlimmste seit 1949.
2. Ein Erdbeben der Stärke 9 ist etwa 100x stärker und würde die japanischen Inseln komplett zerstören!!!!!!
3. Wenn Sie sich die Bilder der Zerstörungen in der Stadt neben Fukushima anschauen, werden Sie sehen, dass nur geringe Gebäudeschäden vorhanden sind und selbst die schwachen Holzhäuschen alle noch stehen, was nur bedeuten kann, das das Erdbeben eine so geringe Stärke hatte, wie das in Japan jede Woche vorkommt. Auch die Videos zeigen, dass das Beben nichts aussergewöhnliches war!
4. Üblicherweise werden die Bewohner der Küstenregion vor einem Tsunami gewarnt, was an diesem Tag aber nicht der Fall war. Die Bewohner haben sich weder wie üblich in Sicherheit gebracht sondern sind ganz normal ihrer Arbeit nachgegangen, was auch verständlich ist, denn das schwache Erdbeben gab keinen Anlass zur Sorge.
5. Der Tsunami ist also im Meer vor der Küste (japanischer Graben) zeitgleich mit dem schwachen Beben entstanden. Logischerweise muss es dafür einen anderen Grund als ein Meeresbeben geben! Die logische Schlussfolgerung überlasse ich den Lesern. Übrigens waren die Wellen auch nicht 14 m hoch sondern 8 m und konnten deshalb das Atomkraftwerk auch nicht stark beschädigen.
6. In Wirklichkeit ist die Fukushima-Anlage Opfer eines Anschlages geworden und wurde dann mit Mini-Atombomben gesprengt.
7. Die Analyse des Vorfalls zeigt, dass es ein unvorstellbares Erpressungspotential bezüglich der Atomanlagen gibt.
weiter im zweiten Teil:

Account gelöscht!

16.09.2013, 13:55 Uhr

Fortsetzung:

8. Als Konsequenz daraus wurden die potentiellen Atombomben hier in D. von einer logisch denkenden Regierung durch die Abschaltung entschärft!
9. Wie immer kann man den FS-Bilder glotzenden Obertrotteln das nicht vermitteln!

-------------------
Wann werden die 12 Sicherheitsmitarbeiter aus Dimona (=israelische Atomforschungsanlage), die die Fake-Kameras installierten und auch während! des Anschlages überwachten sowie deren Auftraggeber zur Rechenschaft gezogen? Leider haben diese 12 Trojaner Fukushima eine Woche vor dem Anschlag Richtung Israel verlassen!

Neue_Fukushima_Gefahren

16.09.2013, 14:06 Uhr

The Japan Times writes:

'In November, Tepco plans to begin the delicate operation of removing spent fuel from Reactor No. 4 [with] radiation equivalent to 14,000 times the amount released by the Hiroshima atomic bomb. ….

It remains vulnerable to any further shocks, and is also at risk from ground liquefaction. Removing its spent fuel, which contains deadly plutonium, is an urgent task….

The consequences could be far more severe than any nuclear accident the world has ever seen. If a fuel rod is dropped, breaks or becomes entangled while being removed, possible worst case scenarios include a big explosion, a meltdown in the pool, or a large fire. Any of these situations could lead to massive releases of deadly radionuclides into the atmosphere, putting much of Japan — including Tokyo and Yokohama — and even neighboring countries at serious risk.'

Mit Fukushima handelt sich nicht mehr um ein begrenztes japanisches Problem, sondern um eine Verseuchung des Pazifiks und darüberhinaus der Nordhemisphäre.

http://www.infowars.com/the-real-fukushima-danger/

Die private TEPCO ist total überfordert mit den Herausforderungen und hat sich als inkompetent erwiesen. Wir brauchen eine internationale Rettungsaktion mit Beteiligung der Russen, Amerikanern und Europäern.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×