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28.11.2013

16:28 Uhr

Smart Home

Eigenheime denken mit

VonAndreas Schulte

Vernetzte Geräte im Gebäude erhöhen den Wohnkomfort und senken gleichzeitig den Energieverbrauch. Smart-Home-Technik hat hohes Marktpotenzial. Doch es fehlt oft an herstellerübergreifenden Lösungen.

Vernetztes Heim: Das Marktpotenzial der Anwendungen ist groß. dpa

Vernetztes Heim: Das Marktpotenzial der Anwendungen ist groß.

KölnWenn es Zeit zum Aufstehen ist, heben sich die Rollläden und in der Küche läuft schon der Kaffee durch die Maschine. Im Bad herrscht punktgenau wohlige Wärme. Später am Tag wird es ein Unwetter geben, sagt der Wetterbericht - wie von Geisterhand schließen sich die Fenster rechtzeitig.

Technisch sind Szenarien wie diese bereits möglich: Ausgestattet mit Netzwerkkomponenten lassen sich Haushaltsgeräte, Heizungen und Beleuchtungssysteme miteinander verbinden und programmieren. Was die Hersteller mit Schlagworten wie "Smart Home" oder "intelligentes Haus" anpreisen, verspricht nicht nur neuen Wohnkomfort. Durch die bedarfsgerechte Steuerung lässt sich auch Energie sparen. Und Sensoren an Fenstern und Türen können zudem bei Einbrüchen Alarm schlagen.

Das Marktpotenzial der Anwendungen ist groß, wie eine Studie des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) zeigt. Demnach werden bis zum Jahr 2015 allein in Deutschland rund 19 Milliarden Euro mit Smart-Home-Technik umgesetzt. Für Neubauten erwartet der Verband, dass entsprechende Funktionen künftig zur Basis-Ausstattung im Segment gehobener Wohnungen gehören. Potenzial gibt es aber auch bei bestehenden Gebäuden: Laut einer Umfrage der auf Bauthemen spezialisierten Heinze Marktforschung in Celle hält fast die Hälfte der Immobilienbesitzer und Modernisierer das intelligente Haus für sinnvoll.

An der breiten Masse geht die Technik aber bislang vorbei. "Viele schrecken noch vor den hohen Preisen und dem Aufwand der Installation zurück", sagt Thomas Wagner, Marktforscher bei Heinze. Auch der VDE sieht trotz der rosigen Prognose derzeit "eine Vielzahl von Innovationshemmnissen". So gebe es noch zu viele Kommunikationssysteme, die eine Vernetzung einzelner Geräte zum Teil verhindern.

Herstellerübergreifende Ansätze gibt es zwar - aber auch sie stehen zueinander in Konkurrenz. Zu den größten Zusammenschlüssen gehört Zigbee mit etwa 400 Mitgliedsunternehmen. Die Allianz setzt auf einen gemeinsamen Funkstandard für eine Art WLAN-Netzwerk für Hausgeräte. Dasselbe Ziel verfolgt das System Z-Wave, auf das 250 Hersteller setzen. Jeweils 300 Unternehmen vereinen die Allianzen EnOcean und KNX auf sich. Ähnlich unübersichtlich ist die Landschaft bei Protokollen für die Kommunikation über Strom- und Datenleitungen.

Kommentare (4)

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Lobyarbeit

28.11.2013, 20:26 Uhr

Seit 20 Jahren versucht Industrie und Handwerk nun schon dem privaten Häuslebauer die Hütte mit diversen Bussystemen zu verkabeln, dabei kann man schon überschlagsweise ermitteln, das dies totaler Unfug ist. Da steht man schon mal vor einen Schalter und hat auf den ersten Blick keine Ahnung, welcher Knopf nun für welches Licht sein könnte. Zudem sind die Schalter sehr teuer, die Steuerelektronik kostet auch und der Programmierer arbeitet ebenfalls nicht umsonst. Hatte mal einen Kunden, bei dem funktionierten nach ein paar Jahren in seiner verkabelten Bude verschiedene Dinge nicht mehr. Das blöde daran war nun, das es die Installationsfirma bzw. den Programmierer nicht mehr gab und das System auch nicht mehr am Markt war. Da kommt dann Freude auf.
Schon die Elektroinstallation ist zum Teil um ein vielfaches teurer. Schließlich wird die Lampe in der Küche nicht direkt durch den Schalter an/ausgeschaltet, auch wenn das aufgrund der unmittelbaren Nähe Sinn macht - nein. Die Leitungen für Schalter und Beleuchtung müssen jeweils separat vom Keller (Steuerung) kommen. Weil in diese Systeme oft auch Heizung, Alarmanlage etc. eingebunden werden, steht bei einem Defekt der Steuerung gleich mal alles still, bis der teure Programmierer kommt - sofern es den dann noch gibt.

1 Watt Leistung macht derzeit im Jahr etwa 2,20 Euro Energiekosten aus. Was glauben Sie denn, was die gesamte Elektronik für so einen Quatsch zieht ?

Man sollte keine Artikel schreiben, wenn man vom Thema keine Ahnung hat. Ist gibt nämlich nicht wenige, die glauben das auch noch.

Igitt

28.11.2013, 20:45 Uhr

Versuche mir beim Anblick von Karl Dall gerade vorzustellen, wie denn die Stalkerin ausschaut.. ;-)

tobiasstelter

29.11.2013, 10:00 Uhr

Guten Morgen, aus aktuellem Anlass hier noch ein Tipp für Smart Home-Interessierte: Heute, am „BlackFriday“, gibts die Haustechnik-Systeme vielfach mit ordentlich Rabatt. Die Smart Home-Pakete von RWE bspw. sind bis zu 65% günstiger. Mehr dazu hier: http://bit.ly/1aIEkgO

Tobias Stelter von Rotter:Media im Auftrag von RWE

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