Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.10.2014

10:19 Uhr

Smart Meter

Bund sagt intelligenten Stromzählern ade

Lange wurden sie als Heilsbringer für die Energiewende gepriesen. Inzwischen ist klar: Solange Elektroautos nicht massenhaft verbreitet sind, lohnt sich der Einsatz intelligenter Stromzähler für Haushalte nicht.

Intelligenter Stromzähler: für Privathaushalte zu teuer. dpa

Intelligenter Stromzähler: für Privathaushalte zu teuer.

BerlinDer Einbau sogenannter intelligenter Stromzähler in Wohnungen wird von der Bundesregierung nicht mehr forciert. Für Haushalte sei dies zu teuer und lohne sich nicht, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Rainer Baake bei einem Energiekongress in Berlin. Erst wenn etwa Elektro-Autos massenhaft verbreitet seien, könne dies wieder ins Auge gefasst werden. „Jetzt würde es die Energiewende noch weiter verteuern“, sagte Baake.

Intelligente Stromzähler (Smart Meter) können genau ermitteln, wann ein Haushalt oder Betrieb viel Strom verbraucht und was die größten Stromverbraucher sind. In Verbindung mit den schwankenden Ökostrom-Mengen könnten etwa Chemiefabriken oder Besitzer von Elektro-Autos dann besonders viel Elektrizität einsetzen, wenn deren Preis etwa wegen großer Solar-Produktion gering ist. Frühere Bundesregierungen hatten immer wieder das Potenzial dieser Zähler betont und in Arbeitsgruppen mit der Wirtschaft den Einsatz vorbereitet.

Die Zähler sind allerdings teuer und müssen von den Haushalten über eine Gebühr bezahlt werden. Da die Regierung und die EU bestrebt sei, den Verbrauch etwa von Kühlschränken oder Waschmaschinen weiter zu reduzieren, treffe dies auch das Geschäftsmodell für intelligente Zähler, sagte Baake.

Von

rtr

Kommentare (9)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Fred Meisenkaiser

01.10.2014, 10:43 Uhr

Es würde den Bürgern die Möglichkeit geben, Strom dann zu kaufen, wenn er billig ist. Beispielsweise, um seinen Heizungspuffer mit billigem (sogar mit negativem Preis!!) Strom aufzuheizen.

Aber diese Gewinne will man natürlich den Konzernen lassen!

G. Nampf

01.10.2014, 11:10 Uhr

Einmal eine gute Entscheidung!

Denn:

-Smartmeter verbrauchen (im Gegensatz zu herkömmlichen Zählern) selbst Strom (und das nicht zuwenig)

- sie sind ein (! ->Duden. @HB: JA, ich bin ein "Trollus klugscheißerus" ;-) )weiterer Datenkrake, der zur Überwachung von Bürgen mißbraucht werden kann und wird (Stichwort: Anwesenheitskontrolle)

Account gelöscht!

01.10.2014, 12:12 Uhr

Wurde auch Zeit, dass dieser volkswirtschaftliche Schwachsinn einer Elektorlobby vom politischen Tisch kommt. Smart Meter bedeutet nichts anderes als die Verwaltung bzw. Zuteilung des Mangel an Strom (Erzeugungsmasse). Diese Smart Meter funktionieren nicht, da diese nur den Mangel und das Überangebot feststellen. Wird dann aus dem Mangel in Sekunden Bruchteile ein Überangeobt, dann hat dies keine Auswirkung auf die Preise, da Angebot und Nachfrage in sekunden von Bruchteilen sich verschieben werden.
Das EEG und damit die Energiewende wird weiter die Strompreise treiben udn da kann ein Smartmeter nichts dagegen tun. Außer den Preisanstieg zu verschleiern (schön zu rechnen).

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×