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10.09.2013

06:00 Uhr

Smartphones

Wie viel verdient Apple an einem iPhone?

Apples Verkaufsschlager ist eine wahre Geldquelle für den Konzern. Auftragsfertiger in Asien und hohe Verkaufspreise machen es möglich. Doch sind die Produktionskosten wirklich so niedrig, wie häufig behauptet wird?

Ein iPhone in einem Geschäft in Peking: Allein in Deutschland gibt es mehr als sechs Millionen iPhone-Nutzer. Reuters

Ein iPhone in einem Geschäft in Peking: Allein in Deutschland gibt es mehr als sechs Millionen iPhone-Nutzer.

Mehr als 130 Millionen iPhones hat Apple im letzten Jahr weltweit verkauft. In diesem Jahr dürften es sogar noch mehr werden – zumal der US-Konzern Gerüchten zufolge heute ein verbessertes Modell des iPhone 5 vorstellen will. In Deutschland nutzen derzeit mehr als sechs Millionen Menschen das begehrte Handy.

Für Apple sind die Smartphones eine wahre Goldgrube: So verlangt der Konzern für die Version mit 16 Gigabyte Speicherplatz auf dem wichtigen US-Heimatmarkt umgerechnet 500 Euro – und kann davon Schätzungen zufolge am Ende zwischen 49 und 59 Prozent behalten. Tatsächlich belaufen sich die Materialkosten nach Angaben der Marktforschungsfirma iSuppli nur auf 150 Euro. So kostet der Akku zum Beispiel 3,50 Euro, das Display dagegen 33,50 Euro. Dazu dürften demnach noch einmal Produktions-, Entwicklungs- und Transportkosten in Höhe von maximal 100 Euro kommen. Der Rest verbleibt bei Apple.

Übrigens: Die Materialkosten für ein iPhone 5 mit 32 statt 16 Gigabyte Speicherplatz liegen laut iSuppli keine zehn Euro höher. Im Laden ist es aber mehr als 100 Euro teurer.

Kommentare (8)

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Wadoma

10.09.2013, 10:08 Uhr

Für mich stellt sich aber auch die Frage ob die Kosten für die Entwicklung eingerechnet ist. Diese werden wahrscheinlich sehr gerne nicht mitberechnet.

hermann.12

10.09.2013, 10:23 Uhr

Lese ich das Handelsblatt oder eine Witz-Zeitung?
Es ist schon schlimm genug, das sich unter Verbrauchern die Meinung durchgesetzt hat, dass Produkte neben ihren Erstellungskosten nur einen kleinen Gewinn beinhalten dürfen, das aber als stillen Vorwurf in einer Wirtschaftszeitung?
Preise werden durch Angebot und "NACHFRAGE" bestimmt. Solange die Kunden bereit sind höhere Preise zu bezahlen ist der Preis auch gerechtfertigt. Wäre es anders dürfte wohl auch kein Porsche oder Mercedes das Kosten was er kostet. Im Grunde genommen wären wohl große Investitionen als Motor der Wirtschaft ansonsten undenkbar.

Nichts desto trotz verbreitet sich dieser historisch überholte dumme Puritanismus ständig weiter. Wie schon in der Geschichte eher Ausdruck übersteigertem fanatischem Egoismus geschuldet, der am Ende nichts als Zerstörung und rigide Kontrolle zurücklässt.

H.

jfr100

10.09.2013, 12:39 Uhr

das sind doch Endverbraucherpreise und nicht die, an die Apple iPhones an die Händler verkauft! Und wo bleiben die Vertriebs- und Marketing-(Werbe-)kosten? Nicht umsonst hat Apple ein Image / Kult geschaffen, von dem viele Unternehmen träumen. Herstellkosten mit Endverbraucherpreisen zu vergleichen ist sehr eindimensional recherchiert und argumentiert.

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