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04.09.2013

16:43 Uhr

SPD-Konzept

Stromsystem an Erneuerbare Energien anpassen

Nicht die Erneuerbaren Energien sollen sich an das Stromsystem anpassen, sondern umgekehrt – so das Konzept der SPD zum Energiemarkt. Gleichzeitig soll die Marktfähigkeit des Ökostroms steigen.

Hochspannungsleitungen bei Frankfurt: Der Ausbau der Stromnetze ist stark im Verzug. dpa

Hochspannungsleitungen bei Frankfurt: Der Ausbau der Stromnetze ist stark im Verzug.

BerlinDie SPD will den Energiemarkt in Deutschland umbauen, um ihn besser auf das Wachstum des Ökostroms einzustellen. "Die Erneuerbaren Energien müssen nicht in das bestehende Stromsystem integriert werden. Vielmehr muss umgekehrt ein neues Stromsystem an den steigenden Anteil der erneuerbaren Energien angepasst werden", heißt es in einem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Konzept. Darin wird allerdings auch von der Wind- und Solarbranche verlangt, die Stromerzeugung besser dem jeweiligen Bedarf anzupassen.

Der SPD-Wirtschaftsexperte Matthias Machnig, der im Kompetenzteam von Kanzlerkandidat Peer Steinbrück für Energie zuständig ist, wandte sich bei der Vorstellung des Konzepts gegen eine Diskussion nach dem Muster "Das Problem sind die Erneuerbaren". Die Entscheidung für eine "erneuerbare Zukunft" sei längst gefallen. Notwendig sei daher ein neues Strommarktdesign mit flexibleren konventionellen Kraftwerken, um Schwankungen beim Ökostrom besser auszugleichen.

Allerdings müssten auch "die Erneuerbaren so bedarfsgerecht wie möglich produzieren", sagte die Energieexpertin Claudia Kemfert, die in Hessen zum Team des dortigen SPD-Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel gehört. Diese müssten zum Beispiel durch ein Verknüpfen von Wind- und Biogasanlagen, mehr und bessere Speicher oder ein besseres Auslegen von Windkraftanlagen auf Schwachwind "eine gleichmäßigere Erzeugung von Strom erreichen".

Mit Blick auf den noch großen Rückstand beim Ausbau der Stromnetze ließ Machnig allerdings Zweifel erkennen, ob bis 2020 ein Anteil von 45 Prozent der Erneuerbaren an der Stromerzeugung erreichbar ist, wie es die SPD plant. "Es wäre gut, wenn wir die 45 Prozent schaffen", sagte er. Es bringe aber nichts, "Anlagen zu bauen, die dann nicht am Netz sind".

Kommentare (3)

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laika0231

04.09.2013, 17:13 Uhr

Die SPD scheint zumindest einige fähige Leute in ihren Reihen zu haben. Allerdings sind insbesondere in NRW auch noch viele Kohleköppe am Start.

vandale

04.09.2013, 19:09 Uhr

Die "Energieexperten" Machnig und Kempfert stehen für Ideen und Konzepte die mit der Wirklichkeit so wenig zu tun haben wie Disneyland mit der Realität in den USA.

Technikfremde links-grüne Journalisten lassen sich von solchen Visionen illusionieren und so erhalten diese "Experten" viel Raum in den Medien.

Interessant ist, dass andere Parteigrössen wie Sigmar Gabriel recht realistische Einschätzungen zur Stromerzeugung geäussert haben.

Vandale

HofmannM

05.09.2013, 07:53 Uhr

Dieses Energiekonzept der SPD ist OHNE Vernunft und OHNE Verstand! Das ist ein weltfremdes und gegen jede soziale Wohlstandsgesellschaft gerichtes Energieversorgungssystem!
Wenn dieses SPD-Energiekonzept in die Realität umgesetzt wird, dann geht Deutschland endgültig den Weg zurück ins Mittelalter und damit in ein neues Zeitalter des Mangel!
Der "moderne" Mensch soll sich wieder an die Launen der Natur anpassen. Wie bekloppt muss man denn sein, um so was ernsthaft wieder zu wollen!!!??
Aufstehen für Deutschland und AfD wählen am 22.09.2013! Das ist die einzige Chance um diesen bekloppten Irrsinn der etablierten Bundestagsparteien einhalt zu gebieten!
Danke!

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