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18.07.2013

15:24 Uhr

Speicher für Solarstrom

Vom Dach in den Keller

VonGeorg Weishaupt

Während die Preise ihrer Versorger weiter steigen, können Verbraucher mit Speichersystemen für Solarstrom ihre eigenen Kosten senken. Das Geschäft mit den Batterien soll sich in den kommenden Jahren in Europa verdoppeln.

Solarmodule auf dem Dach eines Wohnhauses: Künftig sollen Haushalte ihren Strom speichern. dpa

Solarmodule auf dem Dach eines Wohnhauses: Künftig sollen Haushalte ihren Strom speichern.

DüsseldorfUdo Möhrstedt ist überrascht. "Wir haben allein auf der Messe Intersolar 85 Speichersysteme verkauft", freut sich der Vorstandschef von IBC Solar. "So eine Nachfrage habe ich noch nicht erlebt", sagt der Inhaber des größten deutschen Händlers von Solaranlagen.

Die Verbraucher entdecken das Thema Stromspeicher. Statt ihren Solarstrom vom Dach ins Netz einzuspeisen, verbrauchen sie ihn selbst. Und sie speichern den überschüssigen Strom vom Tage in einer Batterie im Keller, um abends ihr Licht oder ihren Fernseher zu betreiben. So können sie langfristig ihre eigenen Energiekosten senken, wenn die Strompreise ihres Versorgers weiter steigen.

Noch speichern zwar erst wenige ihren Strom. Doch das wird sich ändern. Die Boston Consulting Group (BCG) geht in einer neuen Studie davon aus, dass der Umsatz mit Speichersystemen in Europa bis 2015 auf rund zwei Milliarden und bis 2020 auf knapp fünf Milliarden Euro wachsen wird. Etwa die Hälfte des Gesamtmarkts entfällt auf kleine Batterien. "Deutschland wird bis 2015 etwa 60 Prozent des europäischen Markts für Speichertechnologie ausmachen", sagte BCG-Energieexperte Cornelius Pieper dem Handelsblatt. Bislang speisen die meisten Solaranlagen ihren Strom ins Netz ein. Dafür gibt es eine Einspeisevergütung.

Diese Solarförderung pro Kilowattstunde ist aber seit 2010 für kleinere Anlagen von 39 auf 17 Cent gefallen. Da gleichzeitig die Anschaffungspreise für Photovoltaik-Systeme drastisch gefallen sind, wird es für Privathaushalte und Gewerbebetriebe lohnender, ihren Strom selbst zu verbrauchen.

SMA Solar bietet ab Herbst eine Kombination aus Wechselrichter, dem Herzstück einer Solaranlage, und einem Speichersystem von rund zwei Kilowattstunden an. Nach Berechnungen des Unternehmens deckt die Batterie den Strombedarf einer vierköpfigen Familie für etwa drei Stunden.

Kommentare (10)

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Island

18.07.2013, 15:37 Uhr

Die Idee klingt gut!

Mein Stromversorger hatte bei der Umstellung meiner Energieanlage folgende Aussage getroffen:

- Es fehlen Speichermöglichkeiten für den Ökostrom und eine gute Speichermöglichkeit wäre der Nachtspeicher (Hohe Effizienz) und es wäre nicht an bestimmten Zeiten gebunden.

Mit den Speichern des Stroms in den eigenen 4 Wänden kommt der Nachtspeicher eher zurück als viele dachten.

Warten wir auf die Förderung!

HofmannM

18.07.2013, 15:53 Uhr

Rausgeschmissen Geld ist das!
Wer seinen Strom über die Erneuerbare Energietechnik und den Speicher dazu bezieht, der hat das Rechnen und das Denken komplett eingestellt!
Die hohen Investitionskosten schon alleine machen dieses Unterfangen zu einer Geldvernichtung.
Weiterhin sind ja die Wartungskosten und Instandhaltungskostgen vom Stromerzeuger, der gleichzeitig Stromverbraucher ist, zu tragen.
Weiterhin wird durch dieses EE-Speichersystem noch eine Unabhängigkeit vorgespielt. In Wahrheit bleibt der EE-Stromerzeuger/Verbraucher weiterhin am öffentlichen (Kraftwerks) Stromnetz angeschlossen und wird weiterhin Strom aus dem Kraftwerksnetz beziehen und damit eine Rechnung bekommen.
Wo, zum Teufel, hat dieser EE-Erzeuger-Speicher also etwas eingespart!?
Im Gegenteil! Er zahlt mit den hohen Investitionskosten und Wartungskosten komplett drauf!
Die Erneuerbare Energiebranche ist eine Branche für Bauernfängerei und unnötig wie ein Kropf!
Der Kraftwerkmixpark aus Kohle, Gas und Uran ist und bleibt das wirtschaftlichste und technisch beste für ein Wohlstandsleben! Die Erneuerbaren Energien sind Luxusgüter und nur etwas für Spinner. Kein Vernunft und Verstand Mensch würde sich freiwillig für die sog. Erneuerbare Energiesystem entscheiden! Durch das politische EEG werden wir jedoch in Deutschland dazu gezwungen. Schande über diese grünsozialistische ideologische deutsche Politik!

Energiehungergesetz

18.07.2013, 15:53 Uhr

"Insgesamt kostet eine gespeicherte Kilowattstunde also rund 36 Cent.", lese ich und denke:

Für sowas braucht man ein eigenes Haus und erhält von der KfW das Förderdarlehen. Die Hartz-IV-Empfänger, die in Mietshaus leben und von einem derartigen Leben nur träumen dürfen, zahlen mit der überteuerten Stromrechnung des "Oberlehrers" Spielzeug.

Der läuft dann mit erhobenem Zeigefinger durch die Welt, rühmt sich seiner Umwelttaten, während der Hartzer die Stromrechnung vom Munde abspart.

Hungern für die Reichen. Das EEG ist an Zynismus nicht zu überbieten.

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