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12.07.2013

06:00 Uhr

Staatsverschuldung

Warum gibt es eine Griechenland-, aber keine Japan-Krise?

Japan ist wesentlich höher verschuldet als Griechenland. Trotzdem hat der Staat keine Probleme, am Kapitalmarkt an Geld zu kommen. Der Grund dafür liegt in der Schuldenstruktur des Landes.

Nicht auf Hilfskredite angewiesen: Japan verschuldet sich bei den eigenen Bürgern. ap

Nicht auf Hilfskredite angewiesen: Japan verschuldet sich bei den eigenen Bürgern.

Der Inselstaat Japan ist mit einer Staatsverschuldung von mehr als 240 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) Rekordhalter unter den Industriestaaten. In Griechenland beträgt dieser Wert 158 Prozent. Dennoch kann sich Japan ohne Probleme am Kapitalmarkt refinanzieren. Die Rendite zehnjähriger japanischer Staatsanleihen liegt unter einem Prozent. Griechenland dagegen ist auf Hilfskredite der Euro-Partnerländer angewiesen.

Der Grund für diese Diskrepanz: Japan hat eine völlig andere Schuldenstruktur als Griechenland. Der Staat verschuldet sich bei seinen eigenen Bürgern, nicht bei internationalen Investoren. Nur rund fünf Prozent der Schuldtitel gehören Ausländern.

Bei den entscheidenden 95 Prozent hilft der Staat allerdings kräftig nach. Er zwingt die staatlichen Pensionsfonds mit strengen Investitionsrichtlinien, der Regierung Kredit zu geben. Sie investieren im Schnitt 55 Prozent ihres Vermögens in heimische Staatsanleihen.

Kommentare (12)

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Augias

12.07.2013, 08:01 Uhr

Warum gibt es eine Griechenland-, aber keine Japan-Krise?
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Weil die Japaner fleißig, innovativ, lernfähig, qualifiziert und engagiert sind, während die Griechen bei der kleinsten Schwierigkeit vor Larmoyanz, Unwillen und Unfähigkeit nach den Segnungen des Staates rufen, der seinerseits das erforderliche Geld in der EU und bei den gut aufgestellten Nordländern einfordert! Von Nichts kommt Nichts, das war schon immer so - und wird sich auch nicht so bald ändern. (...)


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Steuerschaetzer

12.07.2013, 08:59 Uhr

Das sind ja alles schöne Argumente, sie gehen aber am wesentlichen Punkt vorbei. Sollte dies Absicht sein? Japan ist mit seinr Währung unabhängig und kann Geld drucken, soviel es will. Wie z.B. die beiden anderen "Gelddruckmaschinen" USA und Großbritannien. Übrigens, kleiner Einschub: Großbritannien war vor dem Euro mit anderen Staaten in der europäischen Währungsschlange wie Frankreich, Italien und Deutschland usw. Großbritannien hat dies wie Italien nicht durchgehalten und musste austreten. Deshalb ist es nicht dem Euro beigetreten, es hat gelernt, ITALIEN NICHT:
Wenn man viel Geld druckt, siehe Großbritannien, mag der Kurs der Währung nach unten gehen, man geht aber nicht so schnell bankrott, siehe nbn Japan auch USA. Der Dollar ist ein Dollar, auch wenn er nicht mehr wie in den fünfziger Jahren bei 1 Dollar = 4 DM steht.
Nun Griechenladn kann nicht mehr frei wie mit der Drachme seine Geldpolitik gestalten, sprich sich zusätzliches Geld in Milliarden Höhe von der eigenen Zentralbank beschaffen. Das ist DER UNTERSCHIED und nicht die genannten Gründe. Wäre Griechnland noch in der Drachme, hätte es keine solchen Probleme, natürlich stände der Kurs der DRACHME SEHR NIEDRIG: UND ES HÄTTE NICHT DIE ORGIE AN REALEN LOHNERHÖHUNGN UND RENTNERHÖHUNGEN USW. WIE IM EURO GEBEN KÖNNEN:


Observer

12.07.2013, 11:32 Uhr

"ES HÄTTE NICHT DIE ORGIE AN REALEN LOHNERHÖHUNGN UND RENTNERHÖHUNGEN USW. WIE IM EURO GEBEN KÖNNEN:"

Falsch , dass haette mann auch gemacht, aber nur ein mit billegerem Drachmen. Aber mann hat das selbe getan mit Geliehene Euro's. Da ist es fest gelaufen.

Japan is auch bankrot aber es gibt keine Glaubiger der sich traut Insolvenz zu beantragen. weil er weiss das nicht ueberig bleibt, so geht es weiter bis etwas die nganse sachen im rutschen bringt.

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