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07.08.2013

16:50 Uhr

Steigende Rechnungen

Sonnenmonat treibt Ökostrom-Umlage für 2014

Deutsche Haushalte müssen sich auf steigende Rechnungen einstellen: Dafür sorgt der sonnenreiche Juli und die fallenden Preise an der Strombörse. Denn dadurch steigt auch die Strompreis-Umlage.

Strahlender Sonnenschein: Für deutsche Haushalte wird es damit teurer. dpa

Strahlender Sonnenschein: Für deutsche Haushalte wird es damit teurer.

BerlinDer sonnenreiche Juli sowie fallende Preise an der Strombörse treiben die Ausgaben zur Ökostrom-Förderung weiter und werden sich wohl 2014 in den Rechnungen der Haushalte spiegeln. Da im Juli deutlich mehr Solarenergie produziert wurde, die zu garantierten Preisen abgenommen wird, rutschte das Förder-Konto tief in die roten Zahlen, wie Daten der Netzbetreiber am Mittwoch zeigten. Das Konto, das Einnahmen aus der Strompreis-Umlage und Aufwendungen für die Hilfe zeigt, war danach im Juli mit 1,75 Milliarden Euro im Minus. Damit verdoppelte sich das Defizit im Vergleich zum Juni fast.

Die Denkfabrik "Agora Energiewende" erhöhte daher ihre Prognose für die Umlage, die die Haushalte 2014 zahlen müssen: Sie geht nun von 6,24 Cent pro Kilowattstunde aus nachdem sie zuletzt noch 6,12 Cent vorhergesagt hatte. 2013 zahlen die Haushalte knapp 5,3 Cent.

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Damit finanzieren die Verbraucher die Differenz zwischen den garantierten Abnahmepreisen für Wind- oder Solarstrom und dem Börsenpreis. Dieser fällt seit längerem und erhöht dadurch die Umlage ebenfalls. Verschärft wird dies auch durch die steigende Ökostrom-Produktion selbst: Steigt etwa das Angebot an Sonnenstrom an der Börse - so wie im Juli - dann fällt der Börsenpreis und die Umlage steigt folglich. Verbraucherschützer beklagen allerdings, dass die sinkenden Großhandelspreise anders als die Umlage kaum an die Haushalte weitergegeben wird.

Die Umlage für 2014 wird endgültig von den Netzbetreibern aufgrund der Daten bis Ende September erhoben. Umweltminister Peter Altmaier hatte bereits mehrfach gesagt, er rechne mit einem Betrag von gut sechs Cent und hatte dafür vor allem die sinkenden Börsenpreise verantwortlich gemacht.

Von

rtr

Kommentare (11)

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vandale

07.08.2013, 18:17 Uhr

Nahezu alle Solaranlagen erzeugen zur selben Zeit. Die Produktionspeaks konzentrieren sich auf ein paar 100h. Zu diesen fällt dann der Strompreis an der Börse auf nahe 0.
Dadurch zeigt dieses Instrument die Wertlosigkeit des umweltschädlichen Solarstroms an.

Vandale

Account gelöscht!

07.08.2013, 18:18 Uhr

Das EEG ist ursächlich verantwortlich für die ständig steigenden Strompreise. Diese Preise machen immer mehr Menschen arm und gefährden immer mehr energieintensive Arbeitsplätze in Deutschland. Das EEG ist der eigentliche Jobkiller unserer Zeit. Es muss so schnell wie möglich ersatzlos gestrichen werden.

Im übrigen tun wir alle gut daran, damit zu rechnen, dass die tatsächlichen Preissteigerungen nach der Wahl noch viel schlimmer ausfallen werden als jetzt zugegeben. Wie bei der Eurorettung wird auch beim EEG erst nach der Wahl den Menschen die volle Wahrheit gesagt werden. Ab Oktober wird die große Rechnung aufgemacht.

Die Energiewende führt Deutschland in den Ruin.

Keine Stimme für die Blockparteien CDU/CSU/SPD/FDP/Grüne/Linke! Sie stehen allesamt hinter dem EEG und gehören abgewählt.

Account gelöscht!

07.08.2013, 19:19 Uhr

Was ein Schwachsinn! Die EEG Umlage kann nur auf dem Mist der Energiekonzernlobby gewachsen sein! Alternative kostenlose Energie wird, anstatt den Verbraucher zu entlasten, dazu missbraucht die Gewinnausfälle der Konzerne auszugleichen!
Tja, wer Union wählt, wählt den Untergang!

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