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19.07.2014

17:20 Uhr

Steinkohleimport

Solarenergie bremst Kohleeinfuhren

Deutschland importiert inzwischen 86 Prozent seines Steinkohlebedarfs. Gebraucht wird das schwarze Gold vor allem in der Stromproduktion und bei der Stahlherstellung. Doch jetzt bröckelt die Nachfrage.

Schornsteinen eines Steinkohlekraftwerks: Über zwei Drittel des Verbrauchs werden zur Stromproduktion verwendet. dapd

Schornsteinen eines Steinkohlekraftwerks: Über zwei Drittel des Verbrauchs werden zur Stromproduktion verwendet.

DüsseldorfDie wachsende Bedeutung der erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung in Deutschland bekommen jetzt auch die Kohlenimporteure zu spüren. Die Steinkohleeinfuhren werden in diesem Jahr nach Schätzungen des Vereins der Kohlenimporteure um mehr als 3 Prozent auf 51 Millionen Tonnen sinken - nicht zuletzt weil die Steinkohlekraftwerke wegen der vorrangigen Einspeisung von Wind- und Sonnenenergie weniger gebraucht werden.

Steinkohle wird in Deutschland hauptsächlich noch zur Stromproduktion verwendet. Darauf entfielen 2013 rund 71 Prozent des Verbrauchs. Weitere 26 Prozent gingen in die Eisen- und Stahlindustrie. Nur vier Prozent gingen in den Wärmemarkt. Heimische Kohle spielt für die Versorgung nur noch eine untergeordnete Rolle. Rund 86 Prozent des Bedarfs wurden 2013 durch Importe gedeckt.

Im vergangenen Jahr waren die Steinkohleimporte nach Deutschland noch um 10 Prozent auf die Rekordmarke von 52,8 Millionen Tonnen gestiegen. Kraftwerkskohle wird hauptsächlich aus Russland, den USA und Kolumbien importiert. Bei Kokskohle für die Stahlindustrie sind Australien und die USA die Hauptlieferländer.

Weltweit wurden nach Angaben des Verbandes im vergangenen Jahr rund 7,2 Milliarden Tonnen Steinkohle gefördert. Die Versorgungssicherheit bei Kohle sei besonders hoch, da Steinkohle weltweit gefördert werde, gut zu lagern sei und es eine Vielzahl möglicher Transportwege gebe. Nach aktuellen Berechnungen reichten die Steinkohle-Vorräte auf heutiger Mengen-, Preis- und Kostenbasis mindestens noch für etwa 110 Jahre.

Von

dpa

Kommentare (28)

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Herr Holger Narrog

21.07.2014, 08:01 Uhr

Gem. des Berichts lagen die Kohleimporte 3% unter Vorjahr.

Der Stromverbrauch und damit der Kohleverbrauch ist abhängig von der Aussentemperaur. Der Winter 13/14 war wesentlich milder als der Winter 12/13.


Ich wäre nicht erstaunt wenn die Begründung dass eine höhere Solarstromerzeugung für den geringeren Kohleverbrauch verantwortlich ist, eine Wunschvorstellung des Journalisten ist.

Account gelöscht!

21.07.2014, 08:51 Uhr

Wieso soll ausgerechnet die Solarenergie die Kohleeinfuhr bremsen?
Was ist mit der Windmühlen Energie oder Faulgas Energie?
Was ist mit den staatlichen Zwang des Staates an den Bürger immer mehr Energie einzusparen?
Was ist mit der Zunahme von impotierten Strom aus unseren Nachbarländern?
Was ist mit der Abwanderungen von Energieintensiven Branchen/Unternehmen aus Deutschland und zunehmend aus Europa?

Herr franz hantke

21.07.2014, 10:07 Uhr

@ Herr M. Hofmann
Substansloses Geplapper.Husch, husch an deinen Stammtisch oder zur EIKE-Selbsthilfegruppe.

"Industriestrompreis" in 2013 auf dem Nivau von 2006.

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/155964/umfrage/entwicklung-der-industriestrompreise-in-deutschland-seit-1995/

oder

A new report in the Financial Times says that energy-intensive industry in the UK is increasingly uncompetitive with France and Germany because of high electricity prices in particular. There is also talk about the risk of blackouts increasing. It's as though everything feared in Germany is actually taking place in the UK.
http://www.renewablesinternational.net/uk-power-situation-seems-troublesome/150/537/77041/

oder

Anfang 2014 hat die niederländische Alu-Hütte Abdel Insolvenz angemeldet. Grund sei der niedrige Strompreis der deutschen Konkurrenz. Ein englischer Stahlproduzent beschwert sich, dass die Energiepreise in Deutschland 50 Prozent niedriger seien als in Großbritannien. 15 Der Verband der industriellen Energieverbraucher UNIDEN in Frankreich hat die französische Regierung im März 2014 aufgefordert, den Strompreis aus den Atomkraftwerken zu deckeln, damit sie mit der deutschen Industrie konkurrenzfähig würden. Im Jahr 2014 kostet der regulierte Strompreis aus Atomenergie in Frankreich nur 4,2 ct/kWh. Der Industriestrompreis in Deutschland liege nach Aussage der UNIDEN jedoch 35 Prozent unter dem Preis, den die französische Industrie bezahlen müsse.
UNIDEN steht für Union des industries utilisatrices d'énergie
http://www.unendlich-viel-energie.de/media/file/323.72_Renews_Spezial_Wirtschaftsstandort_Deutschland_online_apr14.pdf S.16

Sie aber werden einfach weiter plappern.

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