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12.11.2013

14:56 Uhr

Stiftungskongress in Berlin

Zahl der Organspenden auf neuem Tiefstand

Die Zahl der Organspenden sinkt seit Jahren – erst recht seit dem Skandal um Manipulationen bei der Vergabe. Die Deutsche Stiftung Organtransplantation diskutiert auf ihrem Jahreskongress mögliche Lösungen.

Ein Styropor-Behälter zum Organtransport: Die Zahl der Bürger mit Organspende-Ausweis steigt. dpa

Ein Styropor-Behälter zum Organtransport: Die Zahl der Bürger mit Organspende-Ausweis steigt.

Düsseldorf/BerlinDie Zahl der Organspenden ist in diesem Jahr mit bisher 754 auf einen neuen Tiefstand gesunken. Dies sind fast 16 Prozent weniger als in den ersten zehn Monaten des Vorjahres mit damals 892 Spenden, wie der Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Rainer Hess, am Dienstag beim DSO-Jahreskongress in Berlin mitteilte. „Diese Situation ist unvertretbar“, sagte Hess.

11.300 Menschen warten in Deutschland auf ein geeignetes Organ. Einen massiven Einbruch bei den Spendern gab es im August, als 56 Menschen Organe spendeten - nach fast 100 im August 2012. Im Oktober waren es 79 Spender, wie Hess mitteilte.

Die Spendezahlen sinken seit Jahren. Noch deutlicher einzubrechen begannen sie, nachdem im Sommer 2012 der Skandal um Manipulationen bei der Organvergabe bekannt wurde. Hess rief dazu auf, die Kriterien bei der Organvergabe zu überdenken. „Das geht sehr stark nach Dringlichkeit.“ Fraglich sei, ob die Erfolgsaussichten genug berücksichtigt werden. Um Probleme und Erfolge besser einschätzen zu können, brauche es ein Transplantationsregister, mit dessen Hilfe die einzelnen Behandlungen verglichen und bewertet werden könnten.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Freidenker

12.11.2013, 08:28 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

HilmarHirnschrodt

12.11.2013, 09:15 Uhr

Ein System, das zum Schein vorgibt lebende Organe aus (Scheinbar)Toten zu generieren um diese dann (Tod)Kranken zu implantieren, ist in sich unglaubwürdig. Denn mit Organen von Toten kann niemand etwas anfangen; die Oragne müssen aus dem noch lebenden Körper entnommen werden... Wer sich etwas tiefergehend mit dem Geschäft der Organentnahme befasst, findet jede Menge Widersprüche, die das ganze System und die einseitige interessengesteuerte Propaganda drumherum unglaubwürdig macht. Fazit: Je mehr transparente Aufklärung um so fragwürdiger wird das System - es ist ein Irrweg!
Offenbar wurde in Göttingen sogar Patienten eine Leber transplantiert, obwohl das gar nicht nötig war. Soviel zu Vertrauen und Transparenz im Transplantationssystem hierzulande. Es ist wie überall; was denkbar, machbar und lohnend erscheint wird gemacht - ohne Rücksicht auf die Betroffenen - die sind dann wohl nur noch verfügbare Masse und Mittel zum Zweck. Quellenangabe [...]

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

WilliWillsWissen

12.11.2013, 10:06 Uhr

Transparenz heißt dann aber auch mal zu sagen wo, wieviel Gelder für ein Spenderorgan fließen und wer das letzten Endes bezahlt. Da werden sich die Herren in Weiß und Ihre Pharma- und Medizintechnik-Lobby aber mit Sicherheit auch keinen Gefallen tun!

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