Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.09.2014

14:02 Uhr

Stromnetzbetreiber

Die Angst vor der Sonnenfinsternis

Wenn sich am 20. März 2015 der Mond vor die Sonne schiebt, werden Solaranlagen plötzlich viel weniger Energie einspeisen. Durch den abrupten Leistungsverlust könnten Netze instabil werden.

Sonnenfinsternis: Stromnetzbetreiber sorgen sich um die Netzstabilität. ap

Sonnenfinsternis: Stromnetzbetreiber sorgen sich um die Netzstabilität.

HamburgDie deutschen Stromnetzbetreiber sehen einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" zufolge besorgt dem 20. März 2015 entgegen - wegen einer Sonnenfinsternis, die an diesem Freitag am Himmel über Deutschland zu erleben sein wird. Sollten während der teilweisen Verfinsterung der Sonne keine Wolken am Himmel sein, würden die Solaranlagen im ganzen Land binnen weniger Minuten drastisch weniger Strom einspeisen, wie das Magazin in seiner neuen Ausgabe berichtet. Dadurch würden die Netze "gefährlich instabil".

Bei einer installierten Leistung von mittlerweile fast 40 Gigawatt könnte laut "Spiegel" ein solch abrupter Leistungsverlust für die Zentralen, die die Stromnetze steuern, nur schwer auszubalancieren sein. Die Stromnetzbetreiber dächten deshalb darüber nach, am Tag der Sonnenfinsternis große Solaranlagen gar nicht ans Netz zu nehmen.

Bei der Sonnenfinsternis am 20. März kommenden Jahres wird sich ein vergleichsweise großer Teil der Sonnenscheibe verfinstern. Sonnenfinsternisse entstehen, wenn sich von der Erde aus gesehen die Scheibe des Mondes vor diejenige der Sonne schiebt.

Von

afp

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Fred Meisenkaiser

09.09.2014, 14:11 Uhr

Die Netzbetreiber haben noch einige Monate Zeit um sich darauf einzustellen.
Können die denn gar nichts mehr ausßer abkassieren?
Wieviel Vorlaufzeit der Ankündigung wäre denn recht?

Herr Holger Narrog

09.09.2014, 18:44 Uhr

Neben solch seltenen Ereignissen wie einer Sonnenfinsternis gibt es viel häufiger kurzfristige Wetterwechsel die die Elektritzitätsnetze unerwartet herausfordern.

Da Solaranlagen keinen und Windmühlen einen geringen Beitrag zur Netzstabilisierung liefern, muss ohnehin ein erheblicher Anteil moderner Grosskraftwerke mitlaufen. Der Überschuss an umweltschädlichen Solar/Windstroms wird dann zu Negativpreisen im Ausland entsorgt

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×