Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

14.11.2013

16:59 Uhr

Studie

Aufwärtstrend von Allergien bei Kindern lässt nach

Der Anteil von Kleinkindern mit Allergien ist laut einer Studie weiter gestiegen. Insgesamt geht der Trend zu Allergien wie Heuschnupfen und Asthma bei Kindern aber zurück.

Allergietest in einem Klinikum. Der Trend zu mehr Allergien bei Kindern geht zurück. dpa

Allergietest in einem Klinikum. Der Trend zu mehr Allergien bei Kindern geht zurück.

BerlinRund 16 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben mindestens eine allergische Erkrankung. Vor allem der Anteil der Kleinkinder mit Heuschnupfen und Asthma ist in den vergangenen Jahren weiter gestiegen, wie aus am Donnerstag in Berlin veröffentlichten neuen Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) zur Kinder- und Jugendgesundheit hervorgeht. Demnach waren in den zwölf Monaten vor der Erhebung insgesamt gut neun Prozent der unter 17-Jährigen von Heuschnupfen, sechs Prozent von Neurodermitis und vier Prozent von Asthma betroffen.

Die Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) befasst sich mit der gesundheitlichen Lage der Heranwachsenden. Bereits zwischen 2003 und 2006 beteiligten sich mehr als 17.000 Kinder gemeinsam mit ihren Eltern an einer umfangreichen Basiserhebung. Von 2009 bis 2012 gab es eine erste telefonisch Folgebefragung.

Wo liegen die größten Mängel bei der medizinischen Versorgung?

Dabei zeigte sich, dass die Anzahl der Kleinkinder mit Heuschnupfen und Asthma seit der ersten Befragung zwar noch weiter gestiegen ist. Bei größeren Kindern jenseits des sechsten Lebensjahres und bei Jugendlichen blieben die Erkrankungsraten demnach aber anscheinend stabil. Insgesamt habe der jahrzehntelange Aufwärtstrend bei den Allergien „spürbar nachgelassen“, heißt es in dem Bericht.

Auch der überproportionale Anstieg der Allergien in Ostdeutschland in den 1990er Jahren lässt sich laut RKI heute nicht mehr ausmachen. Einige Experten gehen inzwischen davon aus, dass sich die Erkrankungszahlen auf hohem, aber konstantem Niveau einpendeln könnten.

Zugleich bestätigen die aktuellen Zahlen einen Rückgang der jugendlichen Raucher. Während bei der Basiserhebung von 2003 bis 2006 noch 22,2 Prozent der Mädchen und 21,3 Prozent der Jungen rauchten, waren es zuletzt jeweils nur noch 12,2 Prozent.

Erstmals erhoben wurden Daten zur Impfung gegen menschliche Papillomaviren (HPV). Bestimmte HPV-Typen werden beim Sex übertragen und können Gebärmutterhalskrebs auslösen. Die Ständige Impfkommission in Deutschland rät seit 2007 allen Mädchen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren zur Impfung gegen HPV. Laut der Befragung sind bei den 14- bis 17-Jährigen 53 Prozent mindestens einmal und 40 Prozent dreimal, also vollständig, gegen HPV geimpft.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×