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03.01.2014

19:05 Uhr

Studie

Jeder dritte Erwachsene weltweit ist zu dick

Immer weniger Gemüse, dafür immer mehr Fett und Zucker: Die Zahl der Übergewichtigen weltweit steigt – besonders in den Entwicklungsländern.

Übergewicht: Ein Drittel aller Erwachsenen weltweit ist zu dick. Imago

Übergewicht: Ein Drittel aller Erwachsenen weltweit ist zu dick.

LondonMehr als jeder dritte Erwachsene weltweit ist zu dick. In einer am Freitag veröffentlichten Studie des in London ansässigen Overseas Development Institute (ODI) heißt es, 1,46 Milliarden Erwachsene - mehr als ein Drittel aller Erwachsenen weltweit - seien fettleibig oder übergewichtig. Besonders besorgt zeigten sich die Forscher angesichts rasant steigender Zahlen in Entwicklungsländern. Zwischen 1980 und 2008 habe sich die Zahl der übergewichtigen und fettleibigen Menschen in Entwicklungsländern beinahe vervierfacht. Dies sei "alarmierend", sagte der ODI-Forscher Steve Wiggins, einer der Autoren des "Future Diets report".

Zwischen 1980 uns 2008 stieg die Zahl der Betroffenen in Entwicklungsländern den Angaben zufolge von 250 Millionen auf 904 Millionen. Auch in den Industriestaaten stieg die Zahl deutlich an: von 321 Millionen 1980 auf 557 Millionen im Jahr 2008. Wiggins zufolge wird es infolge dieser Entwicklungen weltweit deutlich mehr Fälle von Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Schlaganfälle und Herzinfarkte geben. Dies bedeute "eine schwere Belastung für die Gesundheitssysteme".

Laut der Studie verzeichneten China und Mexiko seit 1980 nahezu eine Verdopplung der Übergewichts- und Fettleibigkeitsraten. Die Menschen essen demnach immer weniger Getreide und Knollengemüse und immer mehr Fleisch, Fett und Zucker. Die Menschen verzehrten größere Mengen an Lebensmitteln und bewegten sich zugleich immer weniger.

Sowohl die führenden Politiker als auch die Bürger in Entwicklungsländern zeigten wenig Bereitschaft, an der Situation etwas zu ändern und für gesündere Ernährung zu werben, analysierten die Forscher. Die Aufklärungskampagnen der Regierungen seien nicht ausreichend. "Politiker müssen ihre Zurückhaltung aufgeben, wenn es darum geht zu beeinflussen, welches Essen auf unseren Tellern landet."

In Europa sind laut der Studie 58 Prozent der Erwachsenen übergewichtig oder fettleibig, dies entspricht den Raten in Lateinamerika, Nordafrika und im Nahen Osten. In Großbritannien sind 64 Prozent der Erwachsenen betroffen, in Nordamerika 70 Prozent.

Von

afp

Kommentare (2)

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cashca

03.01.2014, 21:01 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: http://www.handelsblatt.com/netiquette

klibut

06.01.2014, 10:53 Uhr

Die Menschen werden auch immer fauler. Überall mit dem Auto hin und möglichst überall vor der Tür parken auch wenn da Halteverbot ist.
Wenn Dicke mal abgenommen haben meinen sie sie können danach wieder so futtern wie vorher ,dann wundern sie sich das sie wieder zunehmen. Das nennen sie dann JoJo Effekt.
Ich nenne es DISZIPLINLOSIGKEIT !

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