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29.11.2013

13:59 Uhr

Studie

Millionen Menschen haben keinen Zugang zu Schmerzmitteln

Jeder zweite Erdenbürger kommt nicht an Schmerzmittel. Wie eine Studie zeigt, verhindern Anti-Drogengesetze den entsprechenden Zugang. Besonders für Krebspatienten ist dies kritisch.

Tabletten in einer Apotheke: Schmerzmittel sind für viele Menschen weltweit nicht so einfach zu erhalten. dpa

Tabletten in einer Apotheke: Schmerzmittel sind für viele Menschen weltweit nicht so einfach zu erhalten.

LondonEtwa die Hälfte der Weltbevölkerung hat laut einer Studie keinen angemessenen Zugang zu Schmerzmitteln. Grund sind die Anti-Drogengesetze in vielen Ländern dieser Welt, wie aus der Erhebung der European Society for Medical Oncology und ihrer Partnerorganisationen hervorgeht, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Untersucht wurde die Verfügbarkeit von sieben kostengünstigen Wirkstoffen wie Codein oder Morphium, die essenziell für die Schmerztherapie bei Krebserkrankungen sind.

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Die Umfrage basiert in weiten Teilen auf Fragebögen, die in mehr als 100 Entwicklungsländern an Ärzte geschickt wurden, welche nicht der Regierung nahestehen. Es sei in vielen Ländern „katastrophal schwierig“, die Schmerzen von Krebspatienten zu lindern, erklärte Nathan Cherny, Hauptautor der Studie. Er verwies darauf, dass die Medikamente aber auch für andere Anwendungsbereiche benötigt würden, etwa für die Palliativmedizin, bei chronischen Schmerzen und bei Geburten.

Von

ap

Kommentare (1)

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emden09

02.12.2013, 15:16 Uhr

Ja, und in Deutschland werden Hartz4-Bezieher vom Zugang ausgeschlossen, weil einfache Schmerzmittel (Aspirin, Paracetamol) nicht auf Kassenkosten verschrieben werden dürfen. Dreiklassenmedizin!

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