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08.08.2013

09:52 Uhr

Studie mit Mäusen

Kaffee ist während der Schwangerschaft schädlich

Französische Forscher zeigen, dass ein erhöhter Koffeinkonsum der Entwicklung des Nachwuchses noch im Bauch der Mutter schadet. Es sei aber falsch, vorschnelle Rückschlüsse auf den Menschen zu ziehen.

Ein sieben Wochen alter Fötus in der Fruchtblase: Übermäßiger Kaffeekonsum schadet der Entwicklung des Babys. dpa

Ein sieben Wochen alter Fötus in der Fruchtblase: Übermäßiger Kaffeekonsum schadet der Entwicklung des Babys.

ParisFranzösische Forscher haben bei einer Studie mit Mäusen neue Hinweise dafür entdeckt, dass ein hoher Kaffeekonsum während der Schwangerschaft dem Baby schaden könnte. Wissenschaftler des staatlichen Forschungsinstituts Inserm schütteten schwangeren und später stillenden Mäusen Koffein ins Trinkwasser und simulierten dadurch Kaffeekonsum, wie sie am Mittwoch in Paris mitteilten. Das Koffein beeinflusste die Gehirnentwicklung des Nachwuchses: So hatten die Mäusebabys nach der Geburt ein höheres Risiko von epileptischen Anfällen und als erwachsene Tiere Schwierigkeiten mit dem Gedächtnis für Räume.

Die Ergebnisse könnten aber nicht einfach auf den Menschen übertragen werden, sagte Forschungsleiter Christophe Bernard. Es gebe schließlich „Unterschiede bei Entwicklung und Heranwachsen“ von Maus und Mensch. Es handle sich aber um einen „ersten grundsätzlichen Beweis“ für die mögliche Schädlichkeit von Kaffee während der Schwangerschaft und der Zeit des Stillens.

In der Wissenschaft ist umstritten, ob und in welcher Menge der Kaffee-Konsum der Mutter schädlich für den menschlichen Fötus und ein Neugeborenes sein kann. Einer schwedischen Studie zufolge haben Babys von Frauen, die während der Schwangerschaft mindestens eine Tasse Kaffee pro Tag tranken, bei der Geburt ein geringeres Gewicht als Babys von Frauen, die keinen Kaffee tranken. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt schwangeren Frauen, nicht mehr als zwei große Tassen Kaffee am Tag zu trinken.

Die Inserm-Forscher ließen die Mäuse Koffein in einer Menge zu sich nehmen, die beim Menschen zwei oder drei Tassen Kaffee entspricht. Laut der in der Fachzeitschrift „Science Translational Medicine“ veröffentlichten Studie behinderte das Koffein bei den sich entwickelnden Mäuse-Föten die Wanderung bestimmter Neuronen in einen Gehirnbereich, der für das Gedächtnis zuständig ist. Koffein kommt nicht nur in Kaffee, sondern auch in Tee und Cola-Getränken vor.

Von

afp

Kommentare (1)

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werner

08.08.2013, 13:21 Uhr

wer diesen schwachsinn in die welt gesetzt hat,muss nicht mehr alle tassen im schrank haben.erstens sind maeuse keine menschen,zum zweiten ist ein rueckschluss voelliger irrsinn.seit fast 200 jahren trinken die menschen kaffee und alle wissen warum.lassen sie sich den genuss nicht vermiesen.

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