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22.08.2013

15:26 Uhr

Studie

Offshore-Windkraft hat noch Sparpotenzial

Die Kosten für die Errichtung und den Betrieb von Windparks in der Nord- und Ostsee könnten laut einer Prognos-Studie stark zurückgehen.

Windkraftanlage: Die Offshore-Entwicklung in Deutschland hinkt hinterher. Reuters

Windkraftanlage: Die Offshore-Entwicklung in Deutschland hinkt hinterher.

BerlinEine neue Studie sieht erhebliches Potenzial zur Reduzierung der Kosten für Windparks in Nord- und Ostsee. Bis 2023 könnten je nach Ausbauvolumen die Kosten für die Errichtung und den Betrieb um 32 bis 39 Prozent sinken, ermittelte eine am Donnerstag vorgestellte Prognos-Studie für die Stiftung Offshore-Windenergie. Als Hauptgrund wird die technische Weiterentwicklung genannt, aber auch dass etwa Transportschiffe bereits vorhanden sind.

Bisher hinkt die Entwicklung in Deutschland hinterher. Das Ziel von 10 Gigawatt installierter Leistung bis 2020 ist nicht mehr zu schaffen - hohe Kosten und unklare Rahmenbedingungen hemmen Investitionen. Zuletzt machte der Windpark Riffgat bei Borkum Schlagzeilen, weil er wegen Munitionsfunden in der Seekabeltrasse vorerst nicht ans Netz kann.

Von

dpa

Kommentare (2)

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jens

22.08.2013, 20:21 Uhr

Mal wieder eine Studie, bei der der Auftraggeber nicht genannt wird. Geht man auf die Seite des Prognos-Instituts, erfährt man den Auftraggeber - die Stiftung Offshore Windenergie. Der Auftraggeber zahlt, das Institut liefert, na klar, die gewünschten Ergebnisse. In Zukunft wird Offshore, natürlich, viel billiger.

Warum werden solche Studien eigentlich nicht von potentiellen Investoren getätigt? Ist denen das Geld vielleicht zu Schade? Eine Studie kann man kaufen, aber was nützt eine Studie, wenn man wirklich wissen will, was Sache ist....

vandale

22.08.2013, 21:04 Uhr

Aktuell betragen die Subventionssätze für Windstrom 15,5c/kWh. Die Kosten für den Stromanschluss, allein dieser kostet soviel wie eine Stromerzeugung mittels moderner Grosskraftwerke, ist nicht inkludiert und wird von den Netzbetreibern getragen.

Auch mit diesen reichlichen Subventionen sind Meereswindmühlen, z.B. Alpha Ventus nicht innerhalb des Subventionssystems wirtschaftlich.

Wenn die Kosten für Meereswindstrom um 1/3 fallen könnte man die Subventionssätze um 1/4 reduzieren.

Analog Solarstrom und Windstrom Land erhielte man wertlosen Zufallsstrom zu etwas geringeren Kosten, oder könnte bei gleichem Subventionsbudget mehr Windmühlen installieren.

Das mag aus ökoreligiöser Sicht ein Vorteil sein.

Vandale

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